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Stadt Hannover Region Hannover: Zahl der Hartz-IV-Empfänger geht deutlich zurück
Aus der Region Stadt Hannover Region Hannover: Zahl der Hartz-IV-Empfänger geht deutlich zurück
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19:22 06.06.2019
Jobcenter in der Region mussten 2018 deutlich weniger Hartz-IV-Empfänger betreuen – die Verwaltung zog in ihrem SGB-II-Bericht eine ausgesprochen positive Bilanz. Quelle: dpa
Hannover

Im vergangenen Jahr ist in der Region Hannover die Zahl der Hartz-IV-Empfänger deutlich zurückgegangen. Das gab die Regionsverwaltung am Donnerstag im Sozialausschuss in ihrem SGB-II-Bericht 2018 bekannt. Während 2017 noch rund 120.000 Menschen Hartz IV bezogen, waren es im Jahr 2018 nur noch rund 117.000. Das ist nach Angaben der Verwaltung umso bemerkenswerter, weil die Zahl der Arbeitslosen bereits seit 2015 rückläufig ist. Die Arbeitslosen machen aber nur einen Teil der Menschen aus, die Hartz-IV vom Staat beziehen.

Weniger Aufstocker

Neu ist jetzt, dass die Zahl der Hartz-IV-Empfänger auch in allen anderen Bereichen gesunken ist, in denen der Lebensunterhalt mit Hartz-IV gesichert wird, im Bereich der Aufstocker oder der Teilzeitbeschäftigten beispielsweise, die zwar Arbeit gefunden haben, aber bislang nicht genug verdienten, um ihren Lebensunterhalt komplett allein zu bestreiten. 23.014 Arbeitnehmer aus der Region gingen dem Bericht zufolge 2018 einer Erwerbstätigkeit nach und waren zusätzlich auf Hilfen aus dem Hartz-IV-Bezug angewiesen.

Es sei ausgesprochen positiv, dass es jetzt erstmals seit sieben Jahren einen so hohen Rückgang der Hartz-IV-Empfänger gebe, sagte die Sozialdezernentin der Region, Andrea Hanke, in dem Ausschuss: „Die hohe Nachfrage an Arbeitskräften ist einer der Hauptgründe dafür.“ Seit 2012 ist dem SGB-II-Bericht zufolge die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in der Region um 10,4 Prozent, das heißt um 42.000 Beschäftigungsverhältnisse, gestiegen.

Laatzen ist trauriger Spitzenreiter

Allerdings bleibt der Hilfebedarf an manchen Stellen immer noch groß: So ist auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis unter 18 Jahren im Hartz-IV-Bezug 2018 gesunken. Im Jahresdurchschnitt 40.654 von ihnen waren der Verwaltung zufolge auf diese Form staatlicher Unterstützung angewiesen. Das seien zwar 1,5 Prozent weniger als 2017 hieß es im Ausschuss. Insgesamt sei aber immer noch jedes fünfte Kind auf Hartz-IV angewiesen. „Das muss unser großes Ziel sein, diesen Teufelskreis aufzubrechen“, sagte Manfred Milkereit von den Linken.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen geht offenbar nur langsam zurück. Rund 57.800 Menschen waren 2018 im Langzeitleistungsbezug. Sie verspreche sich 2019 viel einer neuen Maßnahme, mit deren Hilfe sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bis zu fünf Jahren gefördert werden könnten, sagte Sozialdezernentin Hanke. Langzeitarbeitslosen Menschen würde damit eine neue Chance auf eine Beschäftigung gegeben. Die Maßnahme werde im Jobcenter Region Hannover mit geplanten rund 1360 Stellen umgesetzt.

Insgesamt war die Zahl der Hartz IV-Empfänger im Jahr 2018 sehr unterschiedlich auf die 21 Kommunen verteilt. Trauriger Spitzenreiter war die Stadt Laatzen mit 157,50 Hartz-IV-Empfängern pro 1000 Einwohner. 130,97 von ihnen (pro 1000 Einwohner) waren im arbeitsfähigen Alter, also zwischen 15 und 65 Jahre alt. Die niedrigste Quote gab es in der Gemeinde Wedemark. Dort bezogen nur 52,26 Menschen pro 1000 Einwohner Hartz IV.

Von Jutta Rinas

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