Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Region muss beim Klimaschutz nachlegen
Aus der Region Stadt Hannover Region muss beim Klimaschutz nachlegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 04.03.2019
Der Verkehrssektor hat beim Kohlendioxid-Ausstoß zuletzt zugelegt. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in der Region Hannover liegt gemessen am Pro-Kopf-Wert zwar unter dem Bundesschnitt, ist aber gegenüber den selbstgesteckten Zielen zu hoch. „Um die beschlossene klimaneutrale Region bis zum Jahr 2050 zu realisieren, sind in allen Bereichen deutlich größere Anstrengungen als bisher erforderlich“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Stadt Hannover.

Region und Stadt haben am Montag eine vom Ingenieurbüro e4-consult erstellte Bilanz für den Zeitraum zwischen 2005 und 2015 vorgestellt. Das aufwändige Zahlenwerk besagt, dass der Kohlendioxidausstoß in der gesamten Region binnen zehn Jahren um 19 Prozent gesunken ist, bezogen auf das Jahr 1990 sogar um 27 Prozent. Pro Kopf liegt der Wert bei jährlich 8,2 Tonnen; derjenige für das gesamte Bundesgebiet beträgt 12,3 Tonnen. „Trotz der Erfolge reichen die Aktivitäten voraussichtlich nicht aus, um das für 2020 gesteckte Zwischenziel von 40 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen“, erklärt Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region.

Für die meisten Treibhausgase in der Gesamtregion ist mit einem Anteil von 44 Prozent die Wirtschaft verantwortlich, zu der Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen zählen. Es folgen die privaten Haushalte mit 26 Prozent, der Verkehr mit 24 Prozent, die Landwirtschaft mit fünf Prozent und die Abfallwirtschaft mit einem Prozent. In der Stadt Hannover liegt der Anteil der Wirtschaft mit ihrem Energieverbrauch deutlich höher. „Wir haben weniger regenerative Energieen, die in die Bilanz mit eingehen“, erläurtert Tegtmeyer-Dette.

Für das Zahlenwerk gilt das Käseglockenprinzip, bei dem gewertet wird, was sich am Standort befindet. „Deshalb geht etwa der Flughafen zwar in die Bilanz für die Region mit ein, aber nicht in die der Stadt Hannover, sondern in die für Langenhagen“, sagt Rieke Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region. Bei der Bewertung der Gesamtzahlen sei auch zu berücksichtigen, dass der Raum Hannover stetig an Einwohnern zulegt und dass die Wirtschaft floriert.

Immerhin sind die durch Wirtschaft und Haushalte verursachten Emissionen im Zehn-Jahres-Zeitraum zurückgegangen. Beim Verkehr und in der Landwirtschaft haben sie demgegenüber leicht zugenommen. Auffällig im Verkehrssektor ist der hohe Anteil des Straßenverkehrs, er liegt bei 85 Prozent. „Wir müssen die Verkehrswende mit den Zielen Verkehr vermeiden, verlagern und umweltverträglich gestalten weiter zielstrebig umsetzen“, fordert Karasch.

„Handlungsbedarf sehe ich beim Energieverbrauch in den privaten Haushalten und in der Wirtschaft“, sagt Tegtmeyer-Dette. In beiden Bereich müssten effizientere Technologien zum Einsatz kommen. Unerlässlich seien energetische Standards sowohl bei der Gebäudesanierung als auch bei Neubauten.

Stadt und Region wollen etwa bei der Gebäudeausstattung und beim eigenen Fuhrpark mit gutem Beispiel vorangehen; auch legen sie Beratungs- und Förderangebote auf. Karasch hat aber noch eine Idee: „Die Bilanz bietet einen guten Anlass zu einer gesellschaftlichen Diskussion – etwa darüber, ob wirklich so viele großräumige Autos vom Typ SUV auf den Straßen fahren müssen“.

Von Bernd Haase

Der Zoll am Flughafen Langenhagen hat ein Paket abgefangen, in dem Goldschmuck und Diamantringe im Wert von 3000 Euro verschickt wurden. Als Inhalt war aber billiger Modeschmuck aus der Türkei angegeben worden. Jetzt ermitteln die Beamten aus Hannover gegen den Empfänger in Hamburg.

04.03.2019

Gut eine Woche nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 18-Jährigen am Opernplatz sitzt auch der zweite Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen 21-Jährigen. Er hatte sich am Sonnabend bei der Polizei in Bad Fallingbostel gestellt.

04.03.2019

Stadt soll die Hindernisse am Gänseanger aus der Welt schaffen – und auf der Leineinsel gegen falsch parkende Autofahrer vorgehen. Nach Ansicht des Bezirksrats sind die Zuwege für Rettungskräfte oft versperrt.

04.03.2019