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Stadt Hannover SOS Kinderdorf feiert runden Geburtstag
Aus der Region Stadt Hannover SOS Kinderdorf feiert runden Geburtstag
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00:15 17.06.2015
Von Bernd Haase
Am Sonnabend gehörte der Kröpcke dem SOS-Kinderdorf-Verein. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter, ein Haus, ein Dorf zu geben“, hat Hermann Gmeiner vor 60 Jahren gesagt. Das Motiv setzte er um und gründete in Tirol das erste SOS-Kinderdorf. Mittlerweile gibt es weltweit 127 dieser Einrichtungen; in Deutschland sind es 43. Davon findet sich zwar keine im Raum Hannover, aber der Trägerverein hat die Landeshauptstadt trotzdem als einen von zwölf Orten gewählt, an denen der runde Geburtstag auch gefeiert wird. Am Sonnabend tat man das auf dem Kröpcke.

„Wir haben im Raum Hannover viele, die uns unterstützen“, sagt Christine Rust, beim Verein zuständig für die Betreuung von Freunden und Partnern. Dabei gehe es häufig nicht einmal um große Summen – „Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen“, erklärt Rust. Die Geburtstagsfeier sei als Dankeschön und als Informationsveranstaltung zu verstehen.

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Gmeiner hatte ursprünglich vor allem die Betreuung von Kriegswaisen im Sinn. Heute wachsen in den Einrichtungen hierzulande vor allem Kinder auf, deren leibliche Eltern sich aus unterschiedlichen Gründen nicht um sie kümmern können. Finanziert wird das Angebot zum Teil von den Jugendämtern, zum Teil von Spenden.

Auf dem Kröpcke bot der Verein ein Bühnenprogramm mit Tanz und Talk und hatte eine Kinderdorf-Küche aufgebaut. Weil die Oetker-Gruppe und die Firma Lego zu den Partnern zählen, konnten Kinder in Zelten backen und mit den bunten Steinen bauen. Lisa-Marie Schneider interessierte sich dagegen eher für die grünen Luftballons, die an einem Stand gegen eine Spende aufgeblasen wurden. Sollte sie beim Wettbewerb um den weitesten Ballonflug gewinnen, der gegen Abend startete, ergäbe sich allerdings ein Problem: Hauptpreis ist ein Auto, und Lisa-Marie ist erst vier Jahre alt.

„Wir brauchen die Kinderdorfmütter, die -väter und die Kinderdorf-Aktiven – für die Kinder in unserem Land“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in einer auf der Bühnenleinwand ausgestrahlten Grußbotschaft. Die Angesprochenen hörten es gern.