Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Patchwork-Party auf Schloss Bückeburg
Aus der Region Stadt Hannover Patchwork-Party auf Schloss Bückeburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 30.12.2018
Weihnachtlicher Empfang zum 60. Geburtstag: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe mit seiner Lebensgefährtin Mahkameh Navabi. Quelle: Rainer Droese
Hannover

Ehen, Trennungen, neue Partnerschaften – bei Niedersachsens einstigem Adel ist schon lange nichts mehr anders als bei Familien ohne Namenszusatz. Auf Schloss Bückeburg gab es am zweiten Weihnachtsfeiertag folglich ein Patchwork-Familientreffen: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und seine neue Partnerin Mahkameh Navabi (36) hatten zum 60. Geburtstag des Familienoberhaupts zu einem weihnachtlichen Empfang auf Schloss Bückeburg geladen, zu dem Wegbegleiter, Freunde und vor allem die Familie zusammenkam.

Weihnachtlicher Empfang auf Schloss Bückeburg

Blitzlichtgewitter gab es bei der Ex-Frau des Fürsten, Prinzessin Lilly zu Sayn-Wittgenstein, die mit dem gemeinsamen Sohn Heinrich-Donatus erschien. Mit der neuen Partnerin ihres Ex-Mannes versteht sie sich prächtig. „Es ist jetzt das vierte Jahr, in dem wir alle gemeinsam Weihnachten feiern. Ich freue mich sehr, Zeit mit meiner Familie zu verbringen“, sagte sie. Auch Navabi sah es so: „Es ist herrlich mit der Familie zusammen zu sein. Liebe ist einfach alles, was zählt.“ Die Frauen halten sichtlich zusammen: Navabi klagte der Prinzessin ihr Leid über schmerzende Füße durch High-Heels – die guckte verständnisvoll und lachte.

Sohn Donatus wohnt im selben Flügel des Schlosses wie sein Vater. „Wir feiern hier jedes Jahr ein großes Patchwork-Familienfest“, sagte der 24-Jährige. Die Ex-Schwägerin des Fürsten, Vanessa zu Sayn-Wittgenstein, Lillys Schwester, bewohnt mit ihrer Familie ebenfalls einige der 250 Räume des Schlosses. Auf die alten Gemäuer angesprochen, kam sie ins Schwärmen: „Bückeburg ist ein wunderbarer Platz.“ Besonders freue sie sich an diesem Abend auf die Musik der Berliner Jazzmusiker – ein Herzenswunsch des Fürsten. Dass Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe ein besonderes Verhältnis zu Musik hat, liegt nicht nur an seiner neuen Partnerin, die Pianistin ist. Der Hausherr von Schloss Bückeburg ist selbst passionierter Klavierspieler. Die südkoreanische Sopranistin und Künstlerin Moon Suk lobte seine musikalische Ader: „Er ist kein typischer Adliger, er ist mehr Musiker.“ Und sie beschwor die Zuverlässigkeit von Schaumburg-Lippe. „Mit ihm kann man Geschäfte per Handschlag machen.“

Die früheren FDP-Größen Patrick Döring und Philipp Rösler hatten sich zu dieser festlichen Gelegenheit verabredet. Für Rösler ist es eine Reise in die Vergangenheit: „Ich bin in Bückeburg aufgewachsen. Passenderweise hieß die Straße In den Hofwiesen. Schon als Kind habe ich hier in den Schlossgärten gespielt.“ Unter den Gästen befanden sich neben dem Schauspieler Wolfgang Bahro (GZSZ) auch die Kabarettistin Désirée Nick (61) und ihr Sohn Oscar (20), der seit Kurzem offiziell den Titel Prinz von Hannover tragen darf. Sein Vater ist Heinrich von Hannover.

Fragwürdige Gäste

Unter den Gästen im Gobelin-Saal war auch der Autor Matthias Matussek (64) – der in jüngster Zeit offen rechtsradikal auftritt.

Keine Experimente gab es mit der Speisekarte: Es gab Hirsch und Wildschwein – im fürstlichen Wald gejagt – sowie Rot- und Sauerkraut, als Nachtisch Krapfen mit Vanillesoße und Apfelkompott.

Von Marleen Gaida

Die Polizei hat am ersten Weihnachtstag in Hannover einen 22-Jährigen festgenommen, der einen drei Jahre älteren Mann mit einem Messer attackiert haben soll. Der Verdächtige wollte seinem Kontrahenten demnach in den Hals stechen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

26.12.2018

Eine illustre Runde aus Künstlern, Politikern und Kirchenvertretern will die Arbeit der Flüchtlingshelfer von „Jugend rettet“ unterstützen – mit einer Solidaritätslesung in der Marktkirche.

26.12.2018

40 Minuten hatte eine Radfahrerin im November einen Lkw an der Weiterfahrt gehindert, weil er ihr auf einer Fahrradstraße den Weg blockierte. Im HAZ-Interview verrät die 47-Jährige, ob sie so etwas noch einmal tun würde.

26.12.2018