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Stadt Hannover „Etwas Schönes für Hannover tun“
Aus der Region Stadt Hannover „Etwas Schönes für Hannover tun“
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10:19 30.12.2013
Im HAZ-Interview sprach Hannovers Bügermeister über seine Pläne für 2014. Quelle: Dröse
Hannover

Herr Schostok, hinter Ihnen liegt ein anstrengendes Jahr. Erst zehn Monate Wahlkampf, dann der Amtsantritt. Hatten Sie irgendwann Zeit zum Durchatmen?

Ehrlich gesagt: nein. Aber das war mir ja bewusst, und das macht auch nichts. Ich hatte bisher nicht das Gefühl, ausspannen zu müssen. In meiner Rolle habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt. Ich gehe jeden Tag fröhlich ins Rathaus und überlege, was ich Schönes für Hannover tun kann.

Beobachtern ist aufgefallen, dass Sie seit Beginn der heißen Wahlkampfphase stark abgenommen haben.

Ich habe damals begonnen, mich sehr ausgewogen und gesund zu ernähren, mit viel Gemüse, Obst und Salat. Zudem verzichtete ich vollständig auf Alkohol. Das bekam mir im Wahlkampf so gut, dass ich damit einfach weitermache.

Schauen wir nach vorn. Im kommenden Jahr werden mehrere Großprojekte fertiggestellt, allen voran der Anbau für das Sprengel Museum. Bleiben die Arbeiten im Zeitplan?

Wir sind derzeit um einige Wochen im Verzug. Aber das können wir aufholen, wenn es die Witterung zulässt. Ich gehe derzeit davon aus, dass der Anbau Ende 2014 steht. Der neue Museumstrakt wird dann noch nicht sofort eröffnet. Die Räume müssen ja zunächst komplett durchtrocknen, bevor wir dort Kunst ausstellen können. Ich rechne also damit, dass im Sommer/Herbst 2015 der Anbau für Besucher öffnet.

Über die Ästhetik der dunkelgrauen Betonfassade lässt sich streiten. Wie finden Sie sie?

Ich freue mich auf die neue Fassade am Maschsee. Als besonders reizvoll empfinde ich den Kontrast zwischen den grünen Bäumen, die vor dem Anbau gepflanzt werden, und dem dunklen Werkstein.

Gleich im Januar öffnet der frisch sanierte Raschplatz-Pavillon. Der Umbau hat sich um 3,5 Millionen Euro verteuert. Bleibt es dabei?

Den neuen Kostenrahmen überschreiten wir bislang nicht. Die Investition hat sich jedenfalls gelohnt. Der Pavillon ist ein einzigartiges soziokulturelles Zentrum mit Ausstrahlungskraft weit über Hannover hinaus. Ich kenne Freunde aus Nordrhein-Westfalen, die nur für Veranstaltungen im Pavillon nach Hannover reisen.

Kommen wir auf Vorhaben zu sprechen, die über 2014 hinausreichen. Am Hohen Ufer ändert die City ihr Gesicht. Die Volkshochschule lässt sich dort nieder, die historische Leinemauer wird repariert, Wohnhäuser entstehen am Fluss. Dürfen wir auf ein neues Leine-Flair hoffen?

Auf jeden Fall. Eine Vision, entwickelt beim Stadtdialog City 2020+, nimmt am Hohen Ufer Gestalt an. Zuvor war dort alles grau, aber spätestens im September 2015, wenn alle Bauarbeiten erledigt sind, wird sich uns ein ganz anderer Blick bieten. Der Fluss erlangt in Hannovers Innenstadt eine ganz neue Bedeutung.

Auch vor Ihrer Haustür wird sich 2014 einiges ändern. Der Trammplatz vorm Neuen Rathaus wird umgestaltet, aber die Skulptur „Bogenschütze“ bleibt. Hand aufs Herz: Fürchten Sie den Pfeil des Schützen, der auf Ihr Büro zielt?

Keineswegs, denn ich habe eine andere Interpretation als die, die in den Reiseführern steht. Der Bogenschütze ist kein Gegner, sondern mein Wächter. Er nimmt zum Beispiel alle Wurfgeschosse ins Visier, die auf mein Fenster zielen. Er sorgt für Sicherheit. So kann ich immer bei offenem Fenster arbeiten.

Ganz real ist dagegen die Sorge vieler Bürger, dass der Friedrichswall eine Spur verliert, wenn die Bauarbeiten am Trammplatz beginnen. Das will zumindest Rot-Grün im Rat.

Wir werden die Diskussion um eine Verengung des Cityrings frühestens 2016 führen. Dann ist der Trammplatz längst umgebaut. Wir müssen berücksichtigen, dass der veränderte Platz eine neue Wirkung entfaltet. Deutlich mehr Fußgänger werden hier unterwegs sein, der Platz öffnet sich in Richtung Innenstadt. Ein ähnlicher Effekt ist beim Aegidientorplatz eingetreten. Zuvor war der Platz ein toter Ort, aber nach dem Umbau ist es dort wesentlich lebendiger geworden.

Bleiben wir noch beim Thema Verkehr. Auch die Bauarbeiten für den Ausbau der D-Linie starten 2014, beileibe kein Prestigeprojekt. Fürchten Sie nicht, dass die hierfür federführende Region, aber auch die Stadt erneut gegen Widerstände ankämpfen müssen?

Ich führe Gespräche mit allen Beteiligten und gehe mit Kritik konstruktiv um. Klar muss sein, wie der Verkehr künftig koordiniert wird, besonders an solch neuralgischen Punkten wie der Kurt-Schumacher-Straße. Ich möchte bei den Bauarbeiten die Belastungen für die Anlieger so weit wie möglich reduzieren.

Eine weitere Großinvestition in Hannovers Verkehrsadern ist das Straßensanierungsprogramm. Wo geht’s los?

Wir werden sofort im Januar der Politik eine Beschlussdrucksache zum gesamten Vorhaben vorlegen, darin auch in jedem Fall eine Liste mit den ersten 40 bis 50 Straßen. In den Bezirksräten kann dann über diese Liste diskutiert werden, auch für Vorschläge sind wir offen. Will die Politik andere Straßen ins Programm aufnehmen, werden die Fachleute das prüfen. Insgesamt geht es um rund 200 Straßen. Auch in das weitere Vorgehen, also zu den jährlichen Listen zu sanierender Straßen, beziehen wir Rat und Bezirksräte voll ein.  

50 Millionen Euro trägt die Stadt. Aber auch die Bürger werden über die Straßenausbausatzung zur Kasse gebeten. Wie viel Geld holt sich die Stadt wieder?

Die Beiträge der Bürger hängen von verschiedenen Faktoren ab, etwa Größe der Grundstücke, die an die Straße grenzen. Im Durchschnitt läuft es wohl auf 50 Prozent hinaus, die die Anlieger tragen. Aber der Wert der Grundstücke steigt, wenn Straßen grundsaniert sind. Und wir schlagen ein Verfahren vor, das die Kosten deutlich nach unten drückt. Das hat viele, mit denen ich gesprochen habe, überzeugt.

Das nächste Jahr wird britisch, denn die Stadt feiert den 300. Geburtstag der Personalunion zwischen hannoverschem und britischem Königshaus. Weht dann überall der Union Jack?

Das Jubiläum ist etwas ganz Besonderes. Die Verbindung zwischen Hannover und Großbritannien wird nicht nur in Museen, sondern auch auf Straßen und Plätzen und an vielen Stellen mehr in Hannover sichtbar werden.

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