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Stadt Hannover Hier nutzt die Stadt die Ferien zur Schulsanierung
Aus der Region Stadt Hannover Hier nutzt die Stadt die Ferien zur Schulsanierung
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09:56 16.07.2019
Noch wirkt es nicht so, doch der Umbau der Goetheschule soll dieses Jahr abgeschlossen sein. Quelle: Villegas
Hannover

Die Schüler genießen die Sommerferien, dafür sind Bauarbeiter und Hausmeister besonders emsig in den Schulen unterwegs. Die Stadt nutzt diese Zeit wie jedes Jahr, den Umbau und die Sanierung ihrer Gebäude voranzutreiben. Viele Bauprojekte sind jedoch so umfangreich, dass sie sich über einen wesentlich längeren Zeitraum erstrecken.

Goetheschule bald wieder bezugsfertig

In der Goetheschule, einer der aktuell größten Schulbaustellen in Hannover, sollen die Arbeiten im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Aktuell hat der Innenausbau am Hauptstandort in Herrenhausen begonnen. Auch die Gestaltung der Außenanlagen wie Schulhof und Grünflächen soll bald in Angriff genommen werden. Für den dritten Bauabschnitt mit Sanierung, Teilabriss, Neubau und Erweiterung des Gymnasiums sind rund 850 Schüler und die Lehrer vor zwei Jahren nach Limmer gezogen. Die Rückkehr ins Haupthaus am Franziusweg rückt nun näher. Die Stadt investiert in die mehrjährige umfangreiche Erneuerung rund 34 Millionen Euro.

An der IGS Kronsberg geht es los

Noch am Anfang stehen dagegen die Erweiterung der Integrierten Gesamtschule Kronsberg in der Kattenbrookstrift und der Neubau der Grundschule Kronsberg für insgesamt fast 52 Millionen Euro. Geplant sind jeweils ein neues Gebäude für die Grundschüler und die gut tausend IGS-Schüler in der Sekundarstufe I, außerdem zwei Sporthallen. Gemeinsam mit dem IGS-Hauptgebäude und einer von allen Schülern genutzten Mensa gruppieren die Neubauten sich zu einer Art Campus. Die neuen Gebäude sollen im März 2021 stehen, danach ist eine Sanierung des Haupttraktes bis Oktober 2021 vorgesehen. Die Baufirmen haben jetzt mit vorbereitenden Arbeiten begonnen, legen Entwässerungsleitungen und Bodenplatten.

Für die Erweiterung der IGS Kronsberg haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Quelle: Irving Villegas

Bau der Sophienschule startet bald

Für den Neubau der Sophienschule im Zooviertel ist bereits eine Sporthalle abgerissen worden. Das neue Gebäude entsteht am Standort der bisherigen Außenstelle des Gymnasiums an der Ecke von Schackstraße und Lüerstraße, wo künftig alle rund 1400 Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Nun kommt zunächst der Kampfmittelbeseitigungsdienst zum Einsatz und kontrolliert das Gelände auf eventuelle Rückstände. Dann startet der erste Bauabschnitt, der Verwaltung, Unterrichtsräume, naturwissenschaftliche Fachräume, Mensa und Ganztagsbereich umfasst. Für das gesamte Projekt plant die Stadt mit 44 Millionen Euro Kosten. 2022 soll das Gymnasium bezugsfertig sein.

Für den Neubau der Sophienschule wurde eine Sporthalle abgerissen. Quelle: Irving Villegas

Sporthalle der IGS Südstadt ist entkernt

An der Integrierten Gesamtschule Südstadt entsteht ein Erweiterungsbau, außerdem wird das Sporthallengebäude saniert. Die Halle ist inzwischen fast entkernt – im Sommer 2020 sollen die Schüler sie wieder nutzen können. Während der Arbeiten für den Neubau müssen Klassen in Container umziehen. In den Sommerferien tauschen Arbeiter Boden auf dem Schulhofgelände aus, damit dort die Raummodule stehen können. Vorgesehen sind acht Unterrichtsräume und sechs Differenzierungsräume. Für Neubau und Sporthallensanierung kalkuliert die Stadt mit rund 21 Millionen Euro. Geplant ist darüber hinaus die Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes.

An der IGS Südstadt wird der Boden zum Aufstellen von Containern vorbereitet. Quelle: Irving VillegasI

Auch an diesen Schulen wird gebaut

Die Grundschule Kastanienhof in Limmer wird für 17,8 Millionen Euro aufwendig saniert und erweitert. Der erste Bauabschnitt beginnt mit dem Abriss von Gebäudeteilen. Für das Eingangsgebäude entsteht ein zweigeschossiger Neubau mit Verwaltung, Aula und Musikraum sowie einer neuen Ein-Feld-Sporthalle mit Nebenräumen. Die alte Sporthalle wird zur Mensa umgebaut. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium läuft der dritte Bauabschnitt der Sanierung: Im Hauptgebäude werden die Fach- und Klassenräume neu organisiert und modernisiert. Zudem beginnt die Sanierung des Umkleidebereichs in der kleinen Turnhalle. Danach werden die Außenanlagen hergerichtet. Kosten: 6,45 Millionen Euro.

An der IGS Roderbruch geht die Brandschutzsanierung (für 5,6 Millionen Euro) weiter. Die Sanierungsarbeiten in der Sporthalle 1 sind bereits abgeschlossen. In der Sporthalle 2 dauern die Arbeiten noch bis August 2020, hier wird zunächst nach der Kampfmittelsondierung der Sporthallenboden abgebrochen.

An der Tellkampfschule in der Südstadt läuft für 5 Millionen Euro die Sanierung des Verwaltungstrakts inklusive Schadstoffentfernung. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant. Die Decke im Umkleidetrakt wird bis Ende der Sommerferien durch Stahlträger verstärkt (Kosten: 70.000 Euro).

In der Lindener Eichendorffschule beginnt die Sanierung von Dach und Fenstern, die rund 2,75 Millionen Euro kostet. Zuvor wird in den Sommerferien der asbesthaltige Wandputz an den Fensterlaibungen mithilfe einer sogenannten Einkammerschleuse entfernt.

Die Helene-Lange-Schule in Linden bekommt für 2,15 Millionen Euro neue Rettungswege zum Brandschutz, teils in Form von außen liegenden Fluchttreppen. Die Fahrradstellplätze werden neu organisiert und erweitert sowie ein behindertengerechter Pkw-Stellplatz geschaffen.

Die Grundschule Buchholz-Kleefeld II(ehemals Maximilian-Kolbe-Schule) erhält einen Aufzug, ein zusätzliches Behinderten-WC im ersten Obergeschoss sowie eine weitere Fluchttreppe. Lärmintensive Arbeiten sollen in den Sommerferien erfolgen. Die Stadt plant 2 Millionen Euro ein.

An der Südstadtschule bekommt die Sporthalle einen zweiten Rettungsweg. In der zweiten Hälfte der Sommerferien ist die Halle deshalb für eine Woche gesperrt. Die Brandschutzarbeiten (Kosten: 1,43 Millionen Euro) dauern bis Ende 2019.

In der IGS Lindenwerden die Schultoiletten saniert. Dazu beginnt in den Sommerferien der erste Bauabschnitt im Hauptgebäude. Insgesamt sind 1,34 Millionen Euro veranschlagt.

In der Südstädter Bismarckschule müssen das Dach, der Sonnenschutz sowie durch Korrosion geschädigten Stahlträger saniert werden. Außerdem wird ein Mansarddach über dem Verwaltungstrakt von außen gedämmt. Kosten: 650.000 Euro.

In der Rosa-Parks-Grundschule in Vahrenwald werden für 550.000 Euro Brand- und Rauchschutztüren in den Fluren und Treppenhäusern eingebaut, um die Flucht- und Rettungswege zu verbessern.

In der Realschule Misburg werden für 303.000 Euro abgehängte Unterdecken in einem Klassentrakt erneuert.

In der Grundschule Beuthener Straße in Mittelfeld werden die WC-Anlagen saniert. Die Arbeiten laufen in zwei Bauabschnitten in den Sommer- und Herbstferien und kosten 230.000 Euro.

In der Kurt-Schumacher-Schule in Anderten werden zwei ehemalige Kita-Räume der Gesellschaft für Integrative Behindertenarbeit in Unterrichtsräume umgebaut. Durch den endgültigen Auszug der Kita werden zusätzliche Flächen für die Grundschule frei und für den Ganztagsbetrieb genutzt. Die Kosten liegen bei 80.000 Euro.

In der Grundschule Am Sandberge in Bemerode werden im Altbau und im Erweiterungsbau zusätzliche Brandschutz- und Rauchschutztüren eingebaut, Treppengeländer und Handläufe ausgetauscht sowie am sogenannten Neubau eine außen angeordnete Fluchttreppe angebaut. Die Kosten betragen 28.000 Euro.

Die Elsa-Brändström-Schule bekommt in einem Raum eine spezielle Akustikdecke für 20.000 Euro, damit behinderte Kinder besser unterrichtet werden können.

Von Bärbel Hilbig

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