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Stadt Hannover Das sind die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Aus der Region Stadt Hannover Das sind die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
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09:19 05.12.2018
Die Marktkirche ist eine der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Historische Fachwerkbauten, Kirchen und Museen, idyllische, von Restaurants, Cafés und Geschäften gesäumte Gassen, gemütliche Plätze und das Landtagsgebäude am Leineufer – Hannovers Altstadt ist zwar räumlich eher klein, aber es gibt viel zu erleben und zu entdecken. Die Altstadt ist schließlich die Keimzelle einer früheren königlichen Residenz- und heutigen Landeshauptstadt –und damit per se eine Sehenswürdigkeit. Wer sich für Hannovers Sehenswürdigkeiten rund um die Innenstadt interessiert, wird hier fündig.

Das Neue Rathaus: Sehenswürdigkeit mit Ausblick auf Hannover

Das Neue Rathaus am Trammplatz gehört zwar nicht wirklich zur Altstadt, liegt aber nicht weit von ihr entfernt und eignet sich als Ausflugsziel und Freizeittipp aus zwei Gründen. Erstens kann man mit dem europaweit einzigen Bogenaufzug im Winkel von 17 Grad zur Aussichtsplattform an der Kuppel fahren und sich so einen Überblick über Hannover verschaffen. Im Süden liegen Maschpark und Maschsee, das Hausgewässer Hannovers. Wer den Blick weiter schweifen lässt, sieht bei schönem Wetter sogar den mehr als hundert Kilometer entfernten Harz. Auf der Nordseite geht der Blick Richtung City und Altstadt. Zweitens stehen in der imposanten Rathaushalle vier Stadtmodelle aus den Jahren 1689, 1939, 1945 und der Gegenwart. Vergleicht man die beiden mittleren Modelle, sieht man, dass Hannover im Zweiten Weltkrieg zu 90 Prozent zerstört wurde. Von der historischen Altstadt sind nur rund 40 Häusern von Bomben und Feuer verschont geblieben. In den 50er Jahren wurde das Ensemble ergänzt, indem im Stadtgebiet verteilte Fachwerkhäuser ab- und in der Altstadt wieder aufgebaut wurden.

Das Neue Rathaus ist geöffnet montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr (von Oktober bis April 11.00 bis 16.30 Uhr) sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 16.30 Uhr. Fahrten mit dem Bogenaufzug sind von März bis Oktober möglich. Auf der Maschparkseite des Hauses befindet sich das Restaurant Gartensaal mit Terrasse.

Das Neue Rathaus am Trammplatz ist eine der Sehenswürdigkeiten in Hannover und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Quelle: Florian Petrow

Landtag und Leineschloss: Sehenswürdigkeit seit dem Jahr 1640

Rund 600 Meter Fußmarsch sind es vom Neuen Rathaus über den Friedrichswall zum Platz der Göttinger Sieben. Unterwegs passiert man das Haus von Hofbaumeister Georg Ludwig Laves, der mit seinen Bauten Hannover geprägt hat. Sein eigenes Heim ließ er 1824 im klassizistischen Stil errichten, es ist heute sinnigerweise Sitz der Architektenkammer. Etwas weiter um die Ecke liegt das Denkmal der Göttinger Sieben. Es erinnert an Professoren (unter ihnen die Brüder Grimm), die gegen den hannoverschen König gemuckt hatten. Dahinter befindet das Leineschloss, 1640 errichtet und 1826 von Laves um den Portikus ergänzt. Das ursprüngliche Schloss ist im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört, dann wiederaufgebaut und erweitert worden. Wo einst die Welfen residierten, lenkt heute der niedersächsische Landtag die Geschicke des Bundeslandes. 2017 ist der Landtag nach einem erneuten Umbau in seiner jetzigen Form wiedereröffnet worden.

Besichtigungen sind bei sogenannten offenen Besucherabenden möglich, Sitzungen des Plenums kann man nach vorheriger Anmeldung und Zusage verfolgen. Nähere Informationen über Termine und Modalitäten unter www.landtag-niedersachsen.de im Internet. Im Landtag befindet sich das Restaurant „Zeitfür“.

Das Leineschloss in Hannover stammt aus dem Jahr 1640. Quelle: Holger Hollemann

Hannover an der Leine: Flohmarkt, Restaurant und Cafés

Am Platz der Göttinger Sieben liegt das Leinewehr, hier tritt der Fluss nach einem unter der Erde verlaufenen Teilstück wieder an die Oberfläche. Früher befand sich hier die sogenannte Leineinsel zwischen Fluss und Altarm. Die Häuser sind verschwunden, der Altarm wurde zugeschüttet. Sonnabends findet hier Deutschlands ältester Flohmarkt statt, auf dem tatsächlich nur echter Trödel, Nippes, Antikes und Sammlerstücke verkauft werden dürfen. In diesem Gebiet liegen die Anfänge Hannovers, dessen älteste Siedlungen auf die Zeit um das Jahr 950 zurückgehen und das 1241 die Stadtrechte verliehen bekam. Lange Zeit hat Hannover sein Flussufer etwas stiefmütterlich behandelt. In jüngster Zeit wurde es neu gestaltet. Treppen laden am Wasser zum Verweilen, die Straßen zum Flanieren. Neue Restaurants und Cafés sind zu denen, die ohnehin schon da waren, hinzugekommen.

Entlang der Leine kann in Hannovers Altstadt auf Flohmärkten geschlendert werden: ein Ausflugtipp nicht nur für Touristen. Quelle: Katrin Kutter

Ein Freizeittipp nicht nur für Touristen: das Historische Museum

Nach rechts gelangt der Besucher nun in den Altstadtkern. Auf dem Weg dorthin erreicht man wenige Meter vom Flussufer entfernt das Historische Museum an der Pferdestraße, in dem sich die Entwicklung Hannovers vom Fürstentum zum Königreich und vom Marktflecken zur Großstadt nachvollziehen lässt. Die Dauerausstellung wird zurzeit aber überarbeitet und ist deshalb geschlossen. Zu sehen sind hingegen die historischen Kutschen und wechselnde Sonderausstellungen. Rechterhand zum Museumseingang liegt der Holzmarkt mit dem von einem Metallgitter umsäumten Brunnen und dem Leibniz-Haus mit seiner Renaissance-Fassade, in dem das Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz von 1698 bis 1716 lebte. An dieser Stelle hat der Besucher die Wahl. Geradeaus geht es durch die bei Einkäufern und Bummlern beliebte Kramerstraße, an deren Ende kurz vor der Marktkirche das Broyhan-Haus liegt. In dem Fachwerkhaus, das heute ein rustikales Restaurant beherbergt, hat der Braumeister Cord Broyhan Mitte des 16. Jahrhunderts das nach ihm benannte Bier erfunden und Hannover so zu einer Hochburg des Bieres gemacht.

Das Historische Museum ist dienstags von 11 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise für Einzelpersonen liegen zwischen einem Euro für Kinder und 5 Euro für Erwachsene. Freitags ist der Eintritt frei.

Das Historische Museum liegt in der Altstadt von Hannover. Quelle: Frank Wilde

Ballhofplatz: Umgebung für Schauspiel, Theater und Konzerte

Wendet man sich vom Historischen Museum nach links, gelangt man über die Burgstraße nach kurzer Zeit zum Ballhofplatz. Er ist mit seinem trotz der Cafés und Restaurants beruhigendem Ambiente so etwas wie die gute Stube der Altstadt. Benannt wurde er nach Hannovers ältester Sporthalle, denn Herzog Georg Wilhelm ließ an seiner Stirnseite im 17. Jahrhundert einen Bau für Federballspiel eröffnen. Heute wird er für Theateraufführungen und Konzerte genutzt, das Junge Schauspiel Hannover hat hier eine Spielstätte. Im Sommer dient der Ballhofplatz als Kulisse für allerlei Veranstaltungen und Erlebnisse unter freiem Himmel. Ganz in der Nähe befindet sich die Kreuzkirche. Sie ist im Inneren schlicht gehalten, beherbergt aber ein Altargemälde von Lucas Cranach dem Älteren und ist Aufführungsort für Konzerte. Unmittelbar an den Kirchhof grenzt der Goldene Winkel, Hannovers wohl idyllischstes kleines Wohnviertel.

Informationen über das jeweils aktuelle Programm im Ballhof stehen unter www.schauspielhannover.de im Internet. In der Kreuzkirche werden regelmäßig sonnabends um 15 Uhr Führungen angeboten.

Der Ballhofplatz in Hannover ist gerade im Sommer die Bühne für viele Veranstaltungen. Quelle: Michael Thomas

Marktkirche und Altes Rathaus: Beides ist einen Ausflug wert

Vom Goldenen Winkel aus geht der Besucher der Landeshauptstadt durch die Knochenhauerstraße zur Marktkirche. Wo früher Handwerker und Kaufleute wohnten, ist das Herz der Altstadt. Die Hallenkirche ist im 14. Jahrhundert im Stil der Backsteingotik erbaut worden und hat einen 97 Meter hohen Turm. Ursprünglich sollte er viel höher werden, aber die Stadtkasse gab das nicht her. Ebenfalls im Krieg zerstört, wurde die Kirche 1952 im historischen Stil wieder aufgebaut. Sie ist heute Predigtkirche des Landesbischofs der evangelisch-lutherischen Landeskirche sowie Schauplatz unter anderem von Gedenkveranstaltungen und Konzerten. Am Markt liegt auch das Anfang des 15. Jahrhunderts erbaute Alte Rathaus, das als südlichstes Bauwerk norddeutscher Backsteingotik gilt. 1999 wurde es renoviert, im gläsernen Lichthof sind seitdem Gastronomie und Veranstaltungsräume untergebracht. Außerdem sitzt in dem Bau das Standesamt.

Die Marktkirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Alte Rathaus ist ein architektonisches Glanzlicht der hannoverschen Altstadt – zusammen mit der gleich nebenan liegenden Marktkirche gilt es als südlichstes Renommierstück norddeutscher Backstein-Gotik. Quelle: Jacqueline Hadasch

Die Markthalle gilt als Bauch von Hannover

Direkt gegenüber vom Alten Rathaus kann können sich Besucher nach einem Altstadtbummel stärken – in der Markthalle nämlich, die im Volksmund „Bauch von Hannover genannt wird. Einwohner aus der Stadt und Region Hannover kommen jede Woche dorthin, um sich mit frischen Lebensmitteln einzudecken. Mit ihren mehr als 50 Ständen Markt- und Gastronomieständen unter einem Dach ist die Markthalle der größte Gastronomiebetrieb der Region, außerdem Ort für Gespräche und Verhandlungen, manchmal Laufsteg und Partyzone. Kurz: Man trifft sich hier. Der Weg zum Neuen Rathaus am Trammplatz ist nun nicht mehr weit.

Die Markthalle ist montags bis mittwochs von 7 bis 20 Uhr, donnerstags und freitags von 7 bis 22 Uhr und sonnabends von 7 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Markthalle in der Altstadt gilt als Bauch von Hannover. Quelle: Katrin Kutter

Weihnachtsmarkt in der Altstadt: Der Freizeittipp für die ganze Familie

Natürlich ist die Altstadt auch Schauplatz des größten Weihnachtsmarkts der Stadt Hannover, gleichzeitig einer der größten in Norddeutschland. Je nach Wetter kommen jährlich 1,2 Millionen Besucher – mittlerweile auch viele von ihnen aus dem benachbarten Ausland. Zu den Höhepunkten zählen neben dem traditionellen Markt der mittelalterliche Markt, das finnische Dorf und der Wunschbrunnenwald auf dem Holzmarkt.

Wer Hannover mit dem Auto erreicht, findet hier ein paar Tipps fürs Parken in der Stadt.

Von Bernd Haase

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