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Stadt Hannover So häufig kracht es auf der A2
Aus der Region Stadt Hannover So häufig kracht es auf der A2
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10:05 13.04.2016
Unfallträchtig: Die Autobahn 2 in der Region Hannover. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Die Autobahn 2 ist in der Region Hannover nicht nur eine Staustrecke, auf ihr ereignen sich auch Jahr für Jahr zahlreiche schwere Unfälle. Das zeigen die Zahlen der Polizeidirektion Hannover. Diese ist für 330 Kilometer Autobahnen in der Region Hannover zuständig. Jeden Tag passieren etwa 330 000 Verkehrsteilnehmer dieses Gebiet, 45 000 davon sind Lastwagen. Im vergangenen Jahr gab es auf den Autobahnen in der Region insgesamt 3172 Unfälle, allein 2283 davon ereigneten sich auf der A 2.

Wie gefährlich die Ost-West-Verbindung in der Region Hannover ist, zeigt auch die Zahl der Toten und Verletzten: Neun Menschen starben im vergangenen Jahr auf der A2, 23 Menschen wurden schwer verletzt. Im Vorjahr verzeichnete die Statistik zehn Tote und sogar 53 Schwerverletzte. 

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Etwa jeder dritte Unfall wurde im vergangenem Jahr von einem Lastwagenfahrer verursacht - insgesamt 720 Mal. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.

Grund für die schweren Unfälle sind aber nicht allein die Staus. Die Polizei nennt immer wieder auch zu hohe Geschwindigkeiten, abgelenkte Fahrer und zu geringen Sicherheitsabstand. In Verbindung mit der extrem hohen Verkehrsdichte auf der Strecke zwischen Bad Nenndorf und Hämelerwald kommt es dann immer wieder zu verheerenden Unglücken, wie am Montag und Dienstag auf der A2 bei Lehrte.

Unfälle auf der A2 sind an der Tagesordnung - die aktuelle Unfallserie hat jetzt aber auch die Landespolitk auf den Plan gerufen. Dirk Toepffer, CDU-Fraktionsvize im Landtag, warf der Landesregierung Versäumnisse vor: „Die Probleme auf der A 2 sind beharrlich ignoriert worden, jetzt ist es an der Zeit, sie mit kühlem Kopf anzugehen.“ Aus Sicht Toepffers sind die Unfälle vorhersehbar gewesen. Auf einer Verkehrskonferenz in Lehrte im vergangenen Jahr hatten Fachleute eine Abordnung der Fraktion auf die drängenden Probleme hingewiesen. „Bessere Beschilderungen und zusätzliche durchgezogenen Linien könnten nach Ansicht der Experten eine Verbesserung an der unfallträchtigen Stelle herbeiführen, doch das Land ist bislang untätig geblieben.“

Auch Werner Sporleder, Chef des Baustellenabsperrunternehmens B.A.S., setzt sich seit Jahren für eine Lösung der Unfallproblematik auf der Ost-West-Tangente ein. Er plädiert für eine Stauwarnanlage, die den Verkehrsteilnehmern über programmierbare LED-Tafeln die Staulänge und die Entfernung zum Stauende anzeigt. Mit seinem Projekt ist er bislang allerdings bei der Politik auf taube Ohren gestoßen.

Von Frerk Schenker und Tobias Morchner

Bärbel Hilbig 13.04.2016
Conrad von Meding 15.04.2016