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Stadt Hannover Nach Unglück in Schwerin: Stadt Hannover kontrolliert regelmäßig – und direkt vor dem Maschseefest
Aus der Region Stadt Hannover Nach Unglück in Schwerin: Stadt Hannover kontrolliert regelmäßig – und direkt vor dem Maschseefest
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16:31 30.07.2019
August 2017, Maschpark: Ein herabfallender Ast hat einen 31-Jährigen lebensgefährlich verletzt. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Der Unfall erinnert an ein schweres Unglück in Hannover 2016: In Schwerin sind am Sonnabend schwere Äste aus der Krone einer 100 Jahre alten Buche auf einen Bierwagen gestürzt und haben 29 Besucher zum Teil schwer verletzt. In Hannover war vorzwei Jahren ein 31-jähriger Mann aus Springe nach dem Besuch des Maschseefestes auf seinem Heimweg im Maschpark von einem rund zwölf Meter langen Ast erschlagen worden. Dieser war in etwa zehn Metern Höhe von einem Kastanienbaum abgebrochen.

Stadt hält sich an strenge Kontrollvorgaben

Sorgen um die Sicherheit in Hannover weist die Stadt auf Nachfrage als unbegründet zurück. „Die Bäume und das Gehölz auf öffentlichen Flächen werden regelmäßig auf ihre Standsicherheit und mögliche Gefahren überprüft – belaubt und unbelaubt, in streng vorgegebenen Abständen“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Diese Kontrollen seien zwar unabhängig von Veranstaltungen dauerhafter Bestandteil der Verkehrssicherungspflicht. „Vor einer Aktion wie dem Maschseefest, wo sehr viele Besucher erwartet werden, liegt natürlich noch einmal ein besonderes Augenmerk auf Gefahrenquellen wie maroden Ästen und Bäumen“, betont Dix.

Bei dem Unglück in Schwerin waren 29 Besucher eines Festivals verletzt worden. Quelle: Jens Büttner/dpa

Fall in Hannover war nicht vorhersehbar

Im vergangenen Jahr seien die Baumkontrollen wegen des vorangegangenen Unglücks mit einem Todesopfer mehr aufgefallen und besonders beobachtet worden. „Die Überprüfungen sind aber unabhängig von dem Unfall schon seit Jahren fester Bestandteil in den städtischen Arbeitsabläufen.“ Es sei inzwischen außerdem auch längst mit juristischer Wirksamkeit belegt, dass der Ast im Maschpark ohne zuvor erkennbare Gefahr oder Krankheit abgeworfen worden sei. „Grünastbruch“ – so laute der Fachbegriff für so einen Zwischenfall. Die derzeitige Witterung begünstige die sogenannten Sommerbrüche von gesunden Ästen. Dies sei nicht vorhersehbar.

„Die Kontrollen sind vom Gesetzgeber sowie dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Rechtsprechung geregelt“, sagt Dix. Gefordert werden demnach Überprüfungen „in ausreichenden Abständen“ – je nach Alter und Situation der Bäume in einem Intervall von einem Jahr bis fünf Jahre, durch qualifiziertes Personal. Bäume an Straßen und auf Grünflächen werden laut Dix in der Regel in einem Abstand von etwa 15 Monaten kontrolliert, Jungbäume seltener. Bei Altbaumbeständen wie im Maschpark werde in einem halbjährlichen Turnus geprüft. „Nach Unwettern finden zusätzliche Kontrollen statt. Die Bäume am Maschsee werden grundsätzlich unmittelbar vor dem Maschseefest kontrolliert“, sagt Dix.

Region Hannover verweist auf Pflichten der Eigentümer

Herabstürzende Äste sind aber auch immer wieder in siedlungsnahen Waldstücken, Parks und entlang öffentlicher Grünflächen eine Gefahr. Erst vor 14 Tagen war in Hemmingen von einem Baum an der Kreisstraße zwischen Wilkenburg und Harkenbleck ein Ast abgebrochen und auf Höhe der Harkenblecker Teiche auf den Radweg gestürzt. Verletzt wurde niemand. Nur wenige Tage später hatte die Stadt Langenhagen nach einem Astbruch am Silbersee vorsorglich einen kleinen Strandabschnitt zwischen Restaurant und DLRG-Wachturm gesperrt.

Die Region Hannover verweist angesichts möglicher Gefahren auf die regelmäßigen Baumschauen aller Kommunen sowie die vorgeschriebenen Kontrollen der jeweiligen Privatbesitzer von Wäldern, Parks und Grünflächen. „Die Eigentümer sind in der Pflicht“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Von Ingo Rodriguez

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