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Stadt Hannover Spieler aus aller Welt messen sich bei Fußballturnier
Aus der Region Stadt Hannover Spieler aus aller Welt messen sich bei Fußballturnier
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00:15 20.06.2017
Von Saskia Döhner
Sport kennt keine Grenzen: Beim Internationalen hannover Cup ist Fußball das Entscheidende. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Sie kommen aus Griechenland, Ghana, dem Kongo, der Türkei oder dem Iran - aber eines verbindet sie: die Liebe zum Fußball. Bereits zum 7. Mal tragen Spieler aus ganz unterschiedlichen Ländern den Internationalen Hannover Cup im Erika-Fisch-Stadion am Maschsee aus.

"Eigentlich sind wir alle schon längst Hannoveraner, weil wir schon länger als 20 Jahre hier leben", sagt Mariusz Kaczorowski, der Trainer der polnischen Mannschaft, der auch SC Polonia gegründet hat. Der Cup sei eine gelungene Veranstaltung, die viel zur Integration beitrage. Das findet auch Vasiliadis Dimos von der griechischen Mannschaft, auch wenn sich seine Spieler nach dem Halbfinale über die Diskussionsfreudigkeit einiger gegnerischen Teams beschweren, die Entscheidungen von Schiedsrichtern in Frage stellten. "Es geht auch nicht, dass von Fans von der anderen Mannschaft aufs Spielfeld laufen und unsere Spieler angreifen", sagt Betreuer Ioannis Koutalidis.

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"Heißblütig" nennt der polnische Trainer das Temperament mancher afrikanischer Mannschafen. Aber Hauptsache, dass man sich am Ende wieder vertrage. Auch Organisator Hasan Yilmaz von der Stadt meint, dass die Konflikte auch eine Chance seien.

Da sich einige Teams aus Spielern verschiedener Nationalitäten zusammensetzen, sind Teilnehmer aus fast 30 Ländern dabei. Vertreten sind Kongo, Kamerun, Mesopotamien, Türkei, Senegal, Nigeria, Irak, Polen, Griechenland, Ghana, Gambia, Elfenbeinküste, Eritrea, Deutschland, Iran und "Inter Hannover", in dem Team spielen Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft  zusammen. Neu dabei sind in diesem Jahr Kongo und Mesopotamien.

Am Ende stehen wieder die Favoriten Türkei und Griechenland im Finale, die Türkei kann ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen und siegt 1:0, Dritter wird Polen. Den Preis fürs fairste Spiel bekommt Ghana, und weil Neuling Kongo fast gleichauf liegt, entschließen sich beide Teams, mit dem Preisgeld zusammen essen zu gehen.

Saskia Döhner 17.06.2017
Saskia Döhner 20.06.2017