Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Stadt lässt Zweitbrücke über die Leine bauen
Aus der Region Stadt Hannover Stadt lässt Zweitbrücke über die Leine bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:28 01.10.2015
Von Conrad von Meding
Die Brücke von 1781 erhält statt des maroden Anbaus einen Nachbarbau.  Quelle: Emre Yaylagülü
Anzeige
Hannover

Seit 1781 trägt die historische Bogenbrücke der heutigen Brühlstraße den Verkehr über die Leine. 1951 wurde sie nach Südwesten erweitert, 1969 dann eine komplette Zweitbrücke vor dem Arbeitsamt dazugebaut, damit die Autos pro Richtung dreispurig fahren können. Die erste Erweiterung aber, auf der sich heute ein Geh- und Radweg befindet, ist jetzt so marode, dass die Stadt sie komplett abreißt und für rund eine Million Euro eine weitere Nachbarbrücke baut. In kühnem Schwung soll 2016 die dann separate Fuß- und Radwegbrücke über die Innenstadtleine führen. Der Bauausschuss hat den Planungen jetzt zugestimmt.

Kanufahrer können unter der Sandsteinbrücke allerlei Apparaturen sehen, die die Bewegung des alten Bauwerks protokollieren: Der zunehmende Schwerlastverkehr setzt den Brücken überall im Land zu. Während die Hauptbrücke aber noch hält, ist die Tragfähigkeit des 1951 angesetzten Erweiterungsbauwerks nicht mehr gegeben. Seit Längerem schon sind Geh- und Radweg nicht mehr in voller Breite nutzbar, sondern provisorisch mit Brettern gesperrt. Derweil hat die Bauverwaltung vom Stuttgarter Ingenieurbüro Engelsmann einen Entwurf für eine bogenförmige Stahlbrücke fertigen lassen, die in sechs Meter Abstand von der historischen Brücke auf einer Tiefgründung aus Großbohrpfählen gelagert werden soll. Der Abstand hat erstens den Vorteil, dass Fuß- und Radweg während der Bauzeit nutzbar bleiben, zweitens bleibt das denkmalgeschützte Hauptbauwerk als Solitär sichtbar.

Anzeige

Die neue Brücke wirkt den Entwürfen zufolge zierlich - auch deshalb, weil der Belag zum Teil aus Gitterrosten besteht, die einen Durchblick erlauben, trotzdem aber geeignet für Barfußläufer und Tierpfoten sein soll. Im Bezirksrat Mitte hatte es zunächst Sorgen gegeben, dass Menschen mit Höhenangst die Brücke meiden könnten - in der Mitte der Konstruktion aber ist der Belag blickdicht.

Der Stahlkörper wird weitgehend im Werk vorbereitet. Im Spätherbst beginnen die Arbeiten für die Brückenwiderlager, Mitte 2016 soll alles fertig sein. Fuß- und Radweg werden dann an der Brühlstraße leicht verschwenkt.

Ab Dienstag Behinderungen: Auf der Brühlstraße gibt es ab Dienstag bis Mitte Oktober Behinderungen, allerdings im Abschnitt zwischen Escherstraße und Otto-Brenner-Straße in Fahrtrichtung Königsworther Platz. Dort wird der Gehweg erneuert, sodass die Sperrung einer Spur nötig ist.

Martina Sulner 28.09.2015
Stadt Hannover Hannovers langjähriger Bürgermeister - Bernd Strauch ist tot
09.12.2016
Mathias Klein 01.10.2015
Anzeige