Stadtentwicklung in Badenstedt: Wird das Körtingsdorf bald Sanierungsgebiet?
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Stadt Hannover Wird das Körtingsdorf bald Sanierungsgebiet?
Aus der Region Stadt Hannover Wird das Körtingsdorf bald Sanierungsgebiet?
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13:15 10.05.2020
In dem Bereich zwischen Badenstedter Straße, Körtingsdorfer Weg, Körtingsdorf und Petermannstraße hätten die Häuser mehrheitlich Modernisierungsbedarf. Eine Erneuerung der Grünflächen sei ebenfalls nötig – so die Verwaltung . Quelle: Laura Ebeling
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Badenstedt

Mehrstöckige Häuser ragen zwischen den Bäumen hervor. Autos von der Badenstedter Straße und die Straßenbahn der Linie 9 sind deutlich zu hören. Es wirkt alles recht normal, doch das Quartier am Körtingsdorf weist eine Besonderheit auf: Laut Sozialbericht der Stadt von 2018 gibt es dort einen „besonderen sozialen Handlungsbedarf“. „Wir wollen vorbereitende Untersuchungen im Quartier Körtingsdorf durchführen“, erklärt Gerrit Schwalbach, Sachgebietsleiter Stadterneuerung und Planung bei der Landeshauptstadt Hannover dem Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt in dessen jüngster Sitzung. Denn es werde ein neues Gebiet für eine Sanierungskommission gesucht. Diese könnte frühestens ab 2021 starten, dann seien wieder Kapazitäten frei.

Besonders ausgeprägte Armutslage

Das Problem: In dem Bereich zwischen Badenstedter Straße, Körtingsdorfer Weg, Körtingsdorf und Petermannstraße hätten die Häuser mehrheitlich Modernisierungsbedarf, eine Erneuerung der Grünflächen sei ebenfalls nötig, teilte die Verwaltung in einer Drucksache mit. Außerdem habe das Quartier eine „besonders ausgeprägte Armutslage“, auch die Einkaufsläden im Bereich Körtingsdorf/Einmündung Suttnerweg würden ihren ursprünglichen Zweck nur noch eingeschränkt erfüllen. Dort gibt es mittlerweile kaum noch Nahversorger, zum Teil herrsche Leerstand. „Es ist keine Vorwegnahme, ob das Quartier wirklich zum Sanierungsgebiet erklärt wird“, sagte Schwalbach. Die Prüfung sei lediglich die Voraussetzung dafür – erst im Anschluss würden entsprechende Anträge gestellt. Ziel sei unter anderem die Beantragung einer Aufnahme in das vom Bund gesponserte Programm Soziale Stadt.

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Weiterhin sozialverträgliche Mieten

Zuspruch gab es von den Bezirksratsmitgliedern. Mit 15 Jastimmen und einer Enthaltung verabschiedete das Gremium den entsprechenden Antrag zur Prüfung. Volker-Udo Höhne (CDU) wollte lediglich wissen, wie viel Eigenanteil die Eigentümer zu den Fördermitteln beitragen müssen. „Das wird im Einzelfall geprüft, meistens unter 50 Prozent“, antwortete Sachgebietsleiter Schwalbach. Zusätzlich versicherte er dem Bezirksrat, dass es der Stadt sehr wichtig sei, das Gebiet für bedürftige Menschen zu erhalten. „Wir wollen weiterhin sozialverträgliche Mieten“, betonte er.

Roderbruch kurz vor dem Abschluss

Das Quartier muss sich in der Prüfung mit den Bereichen Davenstedter Markt/Geveker Kamp, Roderbruch und Hinrichsring/Gorch-Fock-Straße Ost messen. Für den Bereich Davenstedter Markt/Geveker Kamp wurden bereits vorbereitende Untersuchungen durchgeführt, für das Quartier Roderbruch stehen die Untersuchungen kurz vor ihrem Abschluss. Sowohl der Verwaltungsausschuss, als auch die Ratsversammlung haben den Antrag zur Prüfung einstimmig angenommen.

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Von Laura Ebeling

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