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Stadt Hannover Neustart für das Stadtteilforum Linden-Nord
Aus der Region Stadt Hannover Neustart für das Stadtteilforum Linden-Nord
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15:56 13.02.2020
Erste Runde: Die 20 Teilnehmer der Auftaktveranstaltung haben schon viele Ideen für Diskussionen. Quelle: Navid Bookani
Linden-Nord

Eine beliebte Institution wird wiederbelebt: Das Stadtteilforum Linden-Nord will nach einer gut zweijährigen Pause fortan wieder jeden Monat zusammenkommen. Darauf haben sich die knapp 20 Teilnehmer des ersten Treffens geeinigt, zu dem die Stadt jüngst ins Freizeitheim Linden eingeladen hatte. Ideen, über welche Themen aus dem Quartier künftig diskutiert werden könnte, gab es in der ersten Runde schon einige – von den ungeliebten Hochbahnsteigen auf der Limmerstraße über die Problematik des „Limmerns“ und steigender Mieten bis zum Lärmschutz an den Schnellwegen.

Unabhängige Diskussionen

Zum Neustart hatte Freizeitheimleiterin Silke van Laak als Gastgeberin die Rolle der Moderatorin übernommen. Doch die Teilnehmer, zu denen auch Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube zählte, entschieden sich einhellig dafür, dass die Aktiven das Forum organisatorisch künftig wieder selbst in die Hand nehmen und nicht von der Stadtverwaltung moderieren lassen wollen. Nur so lasse sich unabhängig diskutieren.

Es sei weiter wichtig, in einem offenen Gremium mit interessierten Bürgern über Probleme im Stadtteil zu sprechen, bekräftigte Barbara Mann. Die langjährige Leiterin des Sozial-Centers in Linden-Nord hatte sich nach ihrem Ruhestand 2017 auch aus der Arbeit im Stadtteilforum zurückgezogen, an dessen Spitze sie 17 Jahre gestanden hatte. Danach war es eingeschlafen. Nun ist Mann im Vorstand der Linden-Limmer-Stiftung tätig und will sich in dieser Funktion wieder am Forum beteiligen. Die Leitung aber müssten andere übernehmen, stellte sie klar.

Mutiger Neu-Lindener

An dieser Stelle wagte sich ein Neu-Lindener mutig nach vorn: Nils Arndt, der erst vor zwei Wochen in den Stadtteil gezogen ist, erklärte sich bereit, bei der Organisation mitzuwirken. „Ich bringe mich gerne ein“, erklärte der Bibliothekar. Zur Auftaktveranstaltung waren auch Vertreter der Kommunalpolitik, der Kirchengemeinden Linden-Nord und St. Godehard, des Naturschutzbundes BUND und des Demokratieforums gekommen. „Es gibt drängende Fragen in Linden-Nord“, sagte Daniel Gardemin, der für die Grünen in Rat und Bezirksrat sitzt – er will das Stadtteilforum aber ausdrücklich als „Sprachrohr außerhalb der Politik“ verstanden wissen. Auch CDU-Bezirksratsherr Michael Klenke, Vize-Bezirksbürgermeisterin Inga Schmalz (Linke) und Mitglieder der DKP Linden zeigten sich an einer Neuauflage interessiert.

Gemeinsamer Neustart: Barbara Mann (von links), Bettina Kahle, Gerd Wach, Rainer-Jörg Grube und Silke van Laak. Quelle: Navid Bookani

Nächster Termin steht fest

Bezirksbürgermeister Grube konnte von den allerersten Anfängen berichten – das Forum war bereits 1978 im Zuge der stark umstrittenen Sanierung Linden-Nords von der Stadt ins Leben gerufen worden. Später habe es sich von einem von der Verwaltung eingesetzten Gremium zu einem von Bürgern bestimmten Pendant gewandelt, sagte Grube. Daran soll nun angeknüpft werden. Die nächste Veranstaltung ist am Donnerstag, 27. Februar, um 18.30 Uhr im Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4. Dann steht ein Expertenvortrag zur Sozialstruktur des Stadtteils auf dem Programm.

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Von Juliane Kaune

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