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Stadt Hannover Sternsinger besuchen Rathaus und Landtag
Aus der Region Stadt Hannover Sternsinger besuchen Rathaus und Landtag
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15:31 04.01.2019
Bürgermeister Thomas Hermann empfängt die Sternsinger in der Ratsstube im Neuen Rathaus. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Ein bisschen aufgeregt sei sie schon gewesen, das gibt Helena Janicki zu. Die Siebenjährige war schon öfter mit den Sternsingern unterwegs, selbst hat sie den Segen aber noch nicht an einen Türrahmen geschrieben. Am Freitagmorgen darf sie dann zum ersten Mal die Leiter hochklettern und zur Kreide greifen – und das gleich im Neuen Rathaus und im Landtag, wo Bürgermeister Thomas Hermann und Landtagspräsidentin Gabriele Andretta die Kinder empfangen. „Es war ein komisches Gefühl, weil plötzlich alle Fotografen geknipst haben“, sagt Helena. Aber sie habe das unbedingt mal ausprobieren wollen.

Das Anschreiben des Segens „20*C+M+B+19“ habe sie nicht üben müssen, sagt Helena, „aber die Lieder haben wir im Auto mit einer CD geübt“. Gemeinsam mit ihrer großen Schwester Emma und anderen Kindern aus der Gemeinde St. Maria Immaculata ist sie am Freitag aus Mellendorf nach Hannover gekommen. Insgesamt 41 Kinder in bunten Gewändern mit selbst gebastelten goldenen Kronen haben sich in der Ratsstube vor dem großen Bücherregal aufgestellt, die jüngsten sind gerade mal sechs Jahre alt. Neben der Wedemärker Gemeinde sind auch die Pfarrgemeinden St. Godehard aus Linden, St. Heinrich aus der Südstadt und St. Bonifatius aus Gehrden beteiligt, und auch Propst Martin Tenge begleitet die Sternsinger.

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Peru ist dieses Jahr das Partnerland

Seit 60 Jahren organisieren der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die bundesweite Aktion – jedes Jahr mit anderem Partnerland und anderem Motto. Der Titel lautet in diesem Jahr „Wir gehören zusammen – In Peru und weltweit“. Die gesammelten Spenden gehen an verschiedene Projekte für Kinder mit Behinderung in Peru. „Manche Menschen bleiben ihr Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen. Es gibt keinen Grund, irgendwann damit aufzuhören, ihnen zu helfen“, sagt eine Sternsingerin von der Pfarrgemeinde St. Heinrich.

Bürgermeister Hermann, der die Kinder in der Ratsstube empfängt, lobt den „guten Brauch“. „Ich glaube, das können wir alle gut gebrauchen. Nicht nur den Segen, sondern auch Glück und Gesundheit“, sagt er. Er verteilt 50 Euro auf die Spendendosen der Sternsinger. „Es ist wichtig, dass wir aus unserem Wohlstand heraus Solidarität zeigen zu Menschen, die es nicht so gut haben wie wir“, sagt Hermann. Das finden auch Helena und Emma – deswegen werden sie am Wochenende mit anderen Kindern der Gemeinde auch noch durch die Wedemark ziehen und als Sternsinger den Segen für 2019 überbringen.

Von Johanna Stein

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