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Stadt Hannover 200 Neugeborene sind behindert, weil die Mutter trinkt
Aus der Region Stadt Hannover 200 Neugeborene sind behindert, weil die Mutter trinkt
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10:47 09.09.2019
Alkohol ist Gift für das ungeborene Kind, neun Monate sollten Frauen abstinent leben. Quelle: Symbolbild/Maurizio Gambarini/dpa
Hannover

Rund 200 Kinder kommen in der Region Hannover jährlich mit Behinderungen zur Welt, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Darauf weist der Verein Mittendrin anlässlich des Tages des alkoholgeschädigten Kindes am Montag, 9. September, hin. Deutschlandweit haben rund 1,8 Prozent der Neugeborenen Beeinträchtigungen, die auf Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft zurückzuführen sind.

„Die Zahlen sind erschreckend hoch“

„Es ist erschreckend, wie hoch die Zahlen sind“, sagt Thomas Haubrich, bei Mittendrin Spezialist für Schädigungen durch Alkohol bei Säuglingen. „Es handelt sich hierbei um eine Behinderung, die zu 100 Prozent vermeidbar wäre, wenn kein Alkohol während der Schwangerschaft konsumiert würde.“ Seit diesem Frühjahr bietet Mittendrin Beratungen für Betroffene, deren Angehörige sowie Fachpersonal aus Kitas, Schulen und anderen Institutionen an. Ende August hatte der Fall einer schwangeren Frau für Aufsehen gesorgt, die von der Polizei im Hauptbahnhof Hannover an zwei Tagen in Folge mit rund vier Promille im Blut aufgegriffen wurde.

Schon kleine Mengen Alkohol haben verheerende Folgen

Seit 20 Jahren gibt es den Tag des alkoholgeschädigten Kindes. Das Datum wurde bewusst gewählt, denn es soll die neun Monate unterstreichen, die das ungeborene Kind im Bauch seiner Mutter wächst. Wenn Schwangere Alkohol trinken, hat das ungeborene Kind innerhalb kürzester Zeit den gleichen Alkoholspiegel wie die Mutter. Da die Organe des Ungeborenen aber noch nicht ausgereift sind, kann die Leber den Alkohol nur sehr viel langsamer abbauen. Schon kleine Mengen des Zellgifts können verheerende Wirkungen haben und Organe und das Gehirn des Fötus irreparabel schädigen.

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