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Stadt Hannover Kunden in Sorge um Hannovers Tesla-Store
Aus der Region Stadt Hannover Kunden in Sorge um Hannovers Tesla-Store
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00:20 04.03.2019
„Ein Auto wäre nun wirklich das letzte, was ich online bestellen würde“: Joachim und Angelika Bender informieren sich in der Tesla-Niederlassung an der Rathenaustraße. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover/Palo Alto

Nachdem Tesla-Chef Elon Musk angekündigt hat, dass Kaufverträge für seine Elektrowagen nur noch online abschließbar sein sollen, häuften sich gestern die Anfragen im hannoverschen Tesla-Shop hinter der Oper. Zahlreiche Kunden wollten wissen, ob ihre für die nächsten Wochen vereinbarten Probefahrttermine noch Bestand hätten. „Natürlich, bei uns bleibt alles erstmal beim alten“, beruhigten die Shop-Mitarbeiter ein ums andere Mal. Der Schau- und Verkaufsraum ist beliebt bei Technikfreunden aller Altersklassen. Die Probefahrten sind sehr gefragt – auch bei vielen, die sich finanziell gar keinen Tesla leisten können, aber einmal in einem Tesla gesessen haben wollen.

Tesla in Hannover zieht viele Neugierige an

Am Freitag etwa informierten sich etwa Innenstadtbewohner Joachim und Angelika Bender über das Model-3. „Wir kaufen zwar auch gelegentlich im Internet“, sagt der 71-Jährige. „Aber ein Auto wäre nun wirklich das letztem was ich online bestellen würde.“ „Man muss doch ausprobieren, wie das Sitzgefühl ist und wie die Armaturen angeordnet sind und will auch mal in den Kofferraum schauen.“ Das Ehepaar ist gegenüber den trendigen E-Flitzern durchaus aufgeschossen. „Für uns würde die Reichweite des Wagens an fast allen Wochen im Jahr reichen – nur im Sommerurlaub brauchen wir ein Fahrzeug, das den Wohnwagen zieht, aber da kann man sich durchaus etwas leihen.“

Tesla gilt als Vorreiter der Elektromobilität, seit November 2016 ist die Tesla-Vertriebsniederlassung an der Rathenaustraße geöffnet, dort können die Fahrzeuge mit Preisen von 55 400 bis 84 000 Euro begutachtet werden, je nach Ausstattung kommen noch deutliche Preisaufschläge hinzu. Mit seiner Ankündigung, sich aus dem Ladenverkauf zurückzuziehen, hatte Firmenchef Musk viel Aufmerksamkeit auf dieses Thema geleitett – und so davon abgelenkt, dass das Unternehmen im ersten Quartal anders als geplant rote Zahlen schreiben werde. Dabei war die Ankündigung zu den Ladenschließungen völlig unkonkret: Weder hatte Musk eine Zeitspanne genannt noch erklärt, welche Regionen weltweit betroffen sein werden. „Niemand kann kann sich derzeit vorstellen, dass Autos ohne Testfahrten auf dem deutschen Markt verkaufbar sind“, sagte ein Branchenkenner am Freitag. Nach Unternehmensangaben sollen Kunden, wenn sie online kaufen, ein mehrtägiges erweitertes Rückgaberecht eingeräumt bekommen.

Demnächst preiswerterer Model-3 von Tesla im Handel

Von den Schließungen der Geschäfte verspricht sich das Unternehmen im kalifornischen Palo Alto Kostensenkungen, die offenbar nötig sind, um Autos preiswert anbieten zu können. Musk hat angekündigt, dass es das Model-3 in Amerika nun endlich zum versprochenen Preis von 35 000 Dollar geben soll, es hat dann eine etwas schwächere Batterie. In Deutschland ist der Autotyp derzeit für 55 400 Euro mit Langstrecken-Batterie und Allradantrieb erhältlich. Die günstigere Version soll in drei bis sechs Monaten erhältlich sein.

Von Conrad von Meding

Ein 27-Jähriger hat am Freitag vor dem Landgericht gestanden, mit gefälschten Überweisungsträgern und fingierten Unterlagen insgesamt eine Summe von 178 000 Euro ergaunert haben. Das Geld habe er gebraucht, weil es nach dem Platzen seines Traums als Profifußballer keinen „Plan B“ gegeben habe, sagte der Anwalt des Angeklagten.

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