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Stadt Hannover Umweltinitiative blockiert immer wieder Kreuzung am Königsworther Platz
Aus der Region Stadt Hannover Umweltinitiative blockiert immer wieder Kreuzung am Königsworther Platz
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18:05 08.09.2019
Die Aktivisten blockieren in regelmäßigen Abständen die Verkehrskreuzung, um auf den drohenden Klimakollaps aufmerksam zu machen. Quelle: Ingo Rodriguez
Hannover

Gezielte Beeinträchtigung des Straßenverkehrs als eindringlicher Hinweis auf den Klimanotstand: Am Königsworther Platz haben am Sonntagnachmittag rund 50 Aktivisten der internationalen Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR) immer wieder die Verkehrskreuzung blockiert. Die Mitglieder der XR-Ortsgruppe Hannover gingen etwa zwei Stunden lang jeweils in den grünen Phasen der Fußgängerampeln mit großen Protestbannern auf die Straße und blieben dort fünf Minuten lang stehen. Die Demonstranten verteilten Flugblätter und wiesen immer wieder lautstark auf einen ihrer Ansicht nach unmittelbar bevorstehenden Klimakollaps hin.

Rund 50 Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben am Königsworther Platz immer wieder die Kreuzung blockiert. Sie wollten auf den drohenden Klimakollaps hinweisen.

Begleitet und gezielt bewacht wurden die angemeldeten Aktionen von der Polizei. Einsatzkräfte sperrten zum Schutz der Demonstranten und aller Verkehrsteilnehmer immer vor den Protestlern die jeweils betroffene Fahrbahn ab und ließen sie bis gegen 17 Uhr jeweils fünf Minuten lang ihre Botschaften auf der Straße über ein Megaphon vortragen. Nach dem Ablauf der vereinbarten Zeit räumten die XR-Demonstranten dann immer freiwillig die Fahrbahn.

Heute findet unser Swarming auf dem Königsworther Platz statt! Kommt dazu, auch wenn ihr bisher noch nicht bei einem...

Gepostet von Extinction Rebellion Hannover am Sonntag, 8. September 2019

Autofahrer zeigen wenig Interesse

Seit Monaten bringt „Fridays for Future“ Tausende Menschen auf die Straßen – aber aus England schwappt jetzt auch die XR-Bewegung aufs Festland. Autofahrer mussten am Königsworther Platz vorübergehende Kurzblockaden erleben. „Die Aktion ist angemeldet. Wir werden mehrmals die Ausfahrten blockieren“, hieß es im Vorfeld auf der Internetseite der Ortsgruppe. Mitgebracht hatten die Protestler Megaphone, Musikinstrumente, Banner, Fahnen und Flyer. „Wir wollen deutlich machen, dass Verkehr, wie er aktuell stattfindet, nicht zukunftsfähig ist. Die Zeit des Weitermachens ist vorbei. Die Klimakatastrophe vollzieht sich jetzt“, sagt XR-Aktivistin Julia Förster. Die meisten Autofahrer interessierten sich jedoch nur wenig für die Parolen und warteten unbeeindruckt auf freie Fahrt. Laut Polizei gab es durch die Aktion auch kaum Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Nur einmal habe sich auf dem Bremer Damm ein etwa 700 Meter langer Stau gebildet, der sich jedoch schnell wieder aufgelöst habe, teilte ein Sprecher am Abend mit.

Die Aktivisten blockieren in regelmäßigen Abständen die Verkehrskreuzung, um auf den drohenden Klimakollaps aufmerksam zu machen. Quelle: Ingo Rodiguez

Bewegung erregt in London viel Aufsehen

„Swarming“: Diesen Begriff benutzen die XR-Aktivisten, wenn sie – frei aus dem Englischen übersetzt – gemeinsam ausschwärmen, um mit friedlichem Protest auf eine drohende ökologische Katastrophe aufmerksam zu machen. Protest bewirke nichts, wenn er niemanden störe, so lautet das Credo der Initiative. „Hope dies, Action begins!“, was übersetzt so viel bedeutet wie „Die Hoffnung stirbt, die Aktionen beginnen“: Unter diesem Motto hatten die Mitglieder in London schon tagelang Zufahrtsstraßen blockiert und in Hamburg jüngst während der Rushhour den Verkehr gestoppt. In Hannover versammelte sich die Gruppe auch beim Maschseefest zu einer Aktion.

Die Ortsgruppe besteht seit April 2019, organisiert seit Mai Aktionen und beteiligt sich am Protest von „Fridays for Future“. Ziel ist es laut XR, den für das Klima nötigen Wandel herbeizuführen. Regierungen sollen den ökologischen Notstand erklären und gesetzliche Maßnahmen dafür ergreifen.

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Von Ingo Rodriguez

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