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Stadt Hannover Stadtverwaltung: Existenz der SG Blaues Wunder ist gesichert
Aus der Region Stadt Hannover Stadtverwaltung: Existenz der SG Blaues Wunder ist gesichert
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09:00 26.10.2019
Am Bischofsholer Damm müssen sich drei Vereine über vier Fußballplätze einig werden. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Sabine Tegtmeyer-Dette ist zuversichtlich, dass die Existenz der SG Blaues Wunder nicht gefährdet ist. Die Stadt habe in Abstimmung mit dem Stadtsportbund eine Lösung gefunden, die von allen Beteiligten getragen wird, sagte die Erste Stadträtin. Demnach wird der B-Platz, den bisher der Post SV Hannover gepachtet hat, künftig an SV Arminia verpachtet. Arminia überlässt der SG Blaues Wunder dann Fußballflächen für deren Mannschaften.

A-Platz bleibt beim Post SV

Der A-Platz bleibt weiter beim Post SV, soll aber nach dem Willen der Stadt an die SG Blaues Wunder vermietet werden, wenn es dafür Bedarf gibt. Wenn dann noch nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, müsse nach einer Lösung gesucht werden, sagte Tegtmeyer-Dette im Gespräch mit dem Stadt-Anzeiger. Natürlich müsse für die Benutzung des Platzes eine „angemessene Miete“ gezahlt werden. Denn die Pflege des Platzes und der dazugehörigen Einrichtungen wie Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten koste Geld. Über die Miete für den Platz würden Verhandlungen geführt.

Die SG Blaues Wunder sei an der „schwierigen Situation“ nicht ganz unschuldig, ergänzt die Erste Stadträtin. Denn dem Verein seien in den vergangenen Jahren Flächen angeboten worden, die er aber abgelehnt habe.

Verein fürchtet Gebühren von 30 000 Euro

Wie berichtet, fürchtet die SG Blaues Wunder nach Angaben ihres Vorsitzenden Dirk Bornemann um ihre Existenz. Denn der Post SV, auf dessen beiden Plätzen der Verein seit Jahren mit seinen Fußballmannschaften trainiert und gespielt hat, verlangt Nutzungsgebühren. Nach Angaben von Bornemann bedeuteten die Gebühren eine Belastung von 30 000 Euro pro Jahr, das könne sich der Verein mit 400 Mitgliedern nicht leisten. Die Folge wäre, dass er die meisten seiner Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden müsste.

Die von der Stadt jetzt vorgeschlagene Lösung sei für die SG Blaues Wunder und für Arminia keine Lösung. „So bekommen wir unsere Mannschaften nicht unter“, sagt Vereinschef Bornemann. Gemeinsam mit dem SV Arminia habe sein Verein 39 Fußballmannschaften. „Dafür reicht die Kapazität der zur Verfügung stehenden Plätze nicht aus“, sagt er.

Post SV fühlt sich über den Tisch gezogen

Beim Post SV fühlt man sich dagegen von der SG Blaues Wunder über den Tisch gezogen. Denn sein Verein habe Jahr für Jahr für die Pflege der Plätze, Strom, Wasser und andere Kosten 15 000 Euro für Blaues Wunder zahlen müssen, berichtet Post-SV-Vorsitzender Sascha Wichert. Daher seien die Nutzungsgebühren gerechtfertigt. Zuvor war eine Fusion der beiden Vereine gescheitert.

Aber es gibt auch Kritik aus Hannovers Fußballszene an der SG Blaues Wunder. Der Verein ziehe sich einfach aus der Platzpflege und Instandhaltung raus, heißt es. Alle anderen Vereine müssten das aber ganz selbstverständlich leisten.

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