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Stadt Hannover Mitnahme von Fahrrädern in Bussen und Bahnen einheitlich geregelt
Aus der Region Stadt Hannover Mitnahme von Fahrrädern in Bussen und Bahnen einheitlich geregelt
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00:18 17.05.2019
Regiobus-Chefin Regina Oelfke (v. links), Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, Üstra-Chef Volkhardt Klöppner, Regiobus-Chefin Elke van Zadel und GVH-Chef Ulf Mattern. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

In den Stadtbahnen und in den Bussen von Üstra und Regiobus gelten von Sonntag (19. Mai) an großzügigere und einheitliche Mitnahmezeiten für Fahrräder. Radfahrer können ihre Räder künftig Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 15 Uhr und von 19 Uhr bis 6.30 Uhr des Folgetags mitnehmen. An Wochenenden und Feiertagen ist die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen und Bahnen ganztägig möglich.

Diese Neuregelung hat der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) am Dienstag gemeinsam mit Üstra, Regiobus und Region Hannover vorgestellt. Die Regelung wird auch auf die Bahnunternehmen im GVH übertragen: Innerhalb dieser Zeiten ist die Fahrradmitnahme kostenlos, außerhalb der Mitnahmezeiten muss ein zusätzliches Ticket für das Fahrrad gelöst werden.

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Bisher waren die Zeiten unterschiedlich

„Bisher sind die Mitnahmezeiten gar nicht richtig bekannt, weil sie unterschiedlich sind“, sagt die Fachbereichseliterin Verkehr und Regiobus-Chefin, Elke van Zadel. Künftig gebe es nicht nur klare Zeiten sondern auch eine klare Kennzeichnung der sogenannten Mehrzweckbereiche in Bussen und Bahnen. Diese sind außer für Fahrräder auch für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren vorgesehen. Für eine klare Kennzeichnung testet die Üstra große Aufkleber auf dem Boden der Stadtbahnen. In den Bussen von Regiobus werden die Haltestangen im Mehrzweckbereich mit gelbem Klebeband umwickelt.

Außerdem starten der GVH und die Region eine Kampagne, um Konflikten bei der Fahrradmitnahme vorzubeugen. „Wir wünschen uns, dass Konflikte gar nicht erst entstehen“, sagt GVH-Chef Ulf Mattern. Allerdings seien die Mehrzweckbereiche nicht immer ausreichend. „Wenn es wirklich eng wird, müssen Menschen mit Fahrrädern aussteigen, falls ein Rollstuhlfahrer keinen Platz hat“, sagt Mattern. Der Vorrang von Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren werde auch auf den Piktogrammen deutlich zu erkennen sein, erläutert Mattern.

Ergebnis der engeren Zusammenarbeit

Die Kampagne zur Fahrradmitnahme sei ein erstes Ergebnis der engeren Zusammenarbeit von Üstra und Regiobus, sagt Üstra-Vorstandschef Volkhardt Klöppner. Damit werde die Nutzung von Fahrrädern sowie Busse und Bahnen besser verzahnt, meint er. „So können wir eine nachhaltige Mobilität gewährleisten und die letzte Meile mit dem Rad verknüpfen“, erläutert Klöppner.

Auch die Region wolle eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Nahverkehr und dem Radverkehr erreichen, betont Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Daher investiere die Region auch immer stärker in den Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer, erläutert er. In diesem Jahr werde für 1o Millionen Euro gebaut, das sei Rekord.

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Von Mathias Klein