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Stadt Hannover City ist voll: 250.000 Menschen kommen zum Shopping
Aus der Region Stadt Hannover City ist voll: 250.000 Menschen kommen zum Shopping
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00:18 30.12.2018
Nichts geht mehr: Die Bahnhofstraße ist voll. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Die Innenstadt ist voll, aber die Menschen sind nicht genervt, sondern gelassen. „Wir sind ja nicht mehr im Ich-muss-Geschenke-finden-Stress, wir bummeln einfach entspannt und kaufen nur etwas, wenn uns etwas wirklich gefällt“, sagt Ulrike (50) aus Bemerode, die mit Mann Jens (55) und Sohn Simon (12) am Kröpcke unterwegs ist. Gefunden haben sie aber doch schon etwas – ein Laptop für die Mutter (“Mein altes Gerät hat nicht mehr genug Speicherplatz und ist außerdem schon älter als sieben Jahre“), ein paar neue Turnschuhe für den Sohn. „Nur ich habe noch gar nichts bekommen“, sagt Vater Jens gut gelaunt. Aber jetzt geht es erstmal zum Mittagessen und „dann starten wir noch mal richtig durch“, wie er hinzufügt. Die Familie schiebt sich weiter fröhlich durch die Menge auf der Bahnhofstraße.

Händler jubeln: Wir machen ein tolles Geschäft

Rund 250.000 Menschen dürften an diesem Donnerstag zum Einkaufen nach Hannover gekommen sein, schätzt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Von den Läden habe er sehr gute Rückmeldungen bekommen: „Wir machen ein tolles Geschäft.“ Für den Einzelhandel sei die Zeit nach dem Weihnachtsfest genauso wichtig wie die Wochen davor. Schließlich seien inzwischen 56 Prozent der Geschenke unterm Tannenbaum Gutscheine oder Bargeld. An den zehn Tagen nach Weihnachten werde vermutlich genauso viel Umsatz gemacht wie die 20 Tage im Advent, sagt Prenzler.

Emmi (15) und Joana (14) sind extra aus Hameln angereist, um das zu Weihnachten geschenkte Geld auszugeben. Sie haben schon T-Shirts von Hollister und Kosmetikartikel von Benefit erstanden. Gut fünf Stunden dürfte ihr Einkaufstrip in Hannover wohl dauern, meinen die Schülerinnen. Im Januar wollen sie wiederkommen und in Hannover nach einem Kleid für den Abschlussball suchen. Genaue Vorstellungen haben sie auch schon. „Lang“, sagt Emmi. „Rosa“, sagt Joana.

Mit oder ohne Mutter zum Shopping?

Jan (18) und Richard (19) stammen aus Springe und suchen in der Ernst-August-Galerie nach Klamotten. Umtauschen müssten sie nichts: „Die Weihnachtsgeschenke waren prima“, findet Richard. Er habe sich eine Jogginghose und einen Controller gewünscht und erhalten. Nun suche er noch einen Pullover. Jan nimmt lieber einen Kumpel zum Shoppen mit als seine Mutter: „Mit ihr dauert das immer ewig, sie probiert dann drei Stunden lang Sachen an und ich finde nicht.“ Richard nickt zustimmend. Er hat ähnliche Erfahrungen mit seiner Mutter gemacht.

Heiner (44) ist hingegen gerade mit seiner Mutter auf Einkaufstour. Eigentlich lebt er in Berlin, in Hannover schätzt er aber die Nähe: „Alles ist gut zu Fuß erreichbar, in Berlin muss man stundenlang von einem Stadtteil in den anderen fahren, hier ist alles beieinander.“ Er hat die gesuchten Lederstiefel schnell gefunden udn auch ordentlich Geld gespart. „Statt 200 habe ich nur 120 Euro bezahlt.“

Julia (23) ist auch mit ihrer Mutter da. Susanne (58) lebt in Bothfeld und freut sich, dass ihre Tochter, die in Münster studiert, jetzt mal wieder länger zuhause ist. Julia will noch ein verspätetestes Weihnachtsgeschenk besorgen und hat sich noch schnell Schmalzkuchen geholt. Es sei auch schön, nach den Feiertagen einfach mal wieder rauszukommen, schiebt sie hinterher. Das Einkaufsangebot ihrer Heimatstadt schätzt Julia. Nur vegane Schuhe hat sie noch nicht gefunden. „Da muss man wohl doch nach Berlin.“

Viele hoffen auf ein Schnäppchen

Bei „Horstmann+Sander“ in der Georgstraße herrscht seit dem Morgen Hochbetrieb: „Die Leute haben Zeit und Geld“, sagt Heike Rieder, Abteilungsleiterin im Erdgeschoss. Eine ideale Kombination. Viele seien auch wegen der Rabattaktionen da: „Auf Handtaschen gibt bis zu 50 Prozent Nachlass.“ Andere hofften, das gewünschte Portemonnaie, den begehrten Schal oder Rucksack jetzt deutlich reduziert zu finden.

Hussan trägt vier Tüten von Primark heraus: „Für Töchter und Nichten“, sagt er und zeigt auf seine Familie, die ihn umringt. Falls die Kleidung nicht ausreichen solle, werde er noch mal wiederkommen. Gudrun (64), Tanja (46) und Leni (12) aus Lauenau (Kreis Schaumburg) machen sogar eine Drei-Generationen-Shopping-Tour: „Sonst passt es ja nie“, sagt Oma Gudrun: „Dann ist Schule oder Arbeit.“ Leni ist mit Skikleidung für eine Schulfreizeit ausgestattet worden, jetzt wollen die drei noch Essen gehen.

Auch in den nächsten Tagen dürfte die City voll bleiben. „Das wird zum Wochenende hin noch weiter anziehen“, glaubt Prenzler. Die Händler freut es.

Weiterlesen: Weihnachtsgeschenke umtauschen – das sollten Sie bei der Rückgabe beachten

Von Saskia Döhner

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