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Stadt Hannover Warum Außenspiegel in der Südstadt gefährdet sind
Aus der Region Stadt Hannover Warum Außenspiegel in der Südstadt gefährdet sind
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00:17 29.06.2017
Von Tobias Morchner
Diese blauen Zylinder sollen auf die Gefahren an der Marienstraße hinweisen – sie hängen allerdings viel zu hoch, um aufzufallen. Quelle: Lehmann
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Hannover

An der Marienstraße sollte ein Pilotprojekt das Problem lösen: Mit Handzetteln, Aufklebern an Parkscheinautomaten und 15 an Laternenmasten befestigten Kunststoffzylindern versuchen Polizei und Stadt seit einem halben Jahr, die Autofahrer dazu zu bringen, beim Parken an der Strecke zwischen Braunschweiger Platz und Sallstraße die Außenspiegel ihrer Fahrzeuge eingeklappt zu lassen. 3000 Euro hat die Kampagne gekostet. Doch das Zwischenergebnis ist ernüchternd: „Die Zahlen sind gleich geblieben“, sagt Polizeisprecher Sören Zimbal.

Dennoch will die Polizei das Projekt fortführen - und nach einem Jahr Bilanz ziehen. Denn die Probleme an der Marienstraße sind weiterhin groß. Von 205 Unfällen mit Beschädigung eines Außenspiegels im Bereich des Polizeikommissariats Südstadt von Januar bis September 2016 ereigneten sich 56 an der Marienstraße. Im gesamten Jahr zuvor waren es 70 Unfälle dieser Art auf dem Streckenabschnitt. Betroffen sind in erster Linie, kein Wunder, sogenannte SUVs - Geländewagen also.

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Die Unfälle ereignen sich vor allem deshalb, weil die Autos seit dem Jahr 2000 um rund 15 Zentimeter breiter geworden sind - die Parklücken an der Marienstraße aber nicht. Wer sein Auto nicht genau einparkt, läuft Gefahr, dass Busse oder Lastwagen den Spiegel abrasieren.

„Die Kampagne muss in die Köpfe der Autofahrer“, sagt Birgit Blaich-Niehaus vom ADAC Niedersachsen. Sollte das nicht gelingen, blieben nur drastische Schritte: „Dann müsste auf der Marienstraße an der Stelle die Zahl der Fahrspuren von jetzt zwei auf nur noch eine reduziert werden - und das will auch niemand.“

Mathias Klein 29.06.2017
Uwe Janssen 26.06.2017