Waschbär schläft am Innenministerium
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Stadt Hannover Waschbär schläft am Innenministerium
Aus der Region Stadt Hannover Waschbär schläft am Innenministerium
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17:40 03.03.2017
Von Michael B. Berger
Free Willy: Der Waschbär am Ministeriumsfenster. Quelle: privat
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Hannover

„Jeden Tag hat er sich ein anderes Fenster ausgesucht, am Freitag ist er offenbar verschwunden“, berichtet Ministeriumssprecher Philipp Wedelich über den Gast, der es bereits zu einem beliebten Fotomotiv der 350 Behördenmitarbeiter gebracht habe. „Wir haben ihn hier ,Willy’ genannt“, sagt Wedelich. Und bei diesem Namen kann man sich kaum vorstellen, dass der sonst auch harte Innenminister gegen das Raubtier einschreitet.

Im Sinne des Naturschutzes sollte er es aber tun, denn Waschbären sind ausgesprochene Räuber, die so gut wie alles fressen, was sie in die Krallen bekommen. „Er ist ein ausgesprochen guter Jäger, kann vieles, was der Fuchs nicht kann, kann klettern und selbst Ställe von Kaninchen aufmachen“, berichtet Stadtjäger Heinz Pyka. Er vermutet, dass der Bär aus einem leerstehenden Haus in der Nähe gekommen sei, wo man bereits einige seiner Artgenossen in Fallen gefangen habe. Denn die EU erlaube die Jagd auf diese „invasive Art“, die einst aus den USA gekommen sei. Mindestens 50 gebe es in Hannover, die Hauptpopulation im Ricklinger Holz. Doch im Augenblick sei Schonzeit bei der Jagd auf die Tiere, die überaus gefräßig seien - auch wenn sie so hübsch aussehen ...

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