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Stadt Hannover „Ziele im Wohnungsbau ohne Zuschüsse unerreichbar“
Aus der Region Stadt Hannover „Ziele im Wohnungsbau ohne Zuschüsse unerreichbar“
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21:06 10.01.2017
Heiner Pott (v. l.), Antje Niewisch-Lennartz und Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Scharf hat Heiner Pott, Präsident des Verbands der Wohnungswirtschaft (vdw) in Niedersachsen-Bremen, am Dienstag beim Neujahrsempfang in Hannover die Wohnungsbaupolitik des Landes gerügt. Sowohl der Wohnungsbau als erst recht auch der Sozialwohnungsbau blieben weit hinter den notwendigen Umfängen zurück, weil das Land nicht genug Zuschüsse bewillige. „Mit der derzeitigen Förderkulisse bleiben diese Ziele absolut unerreichbar“, sagte Pott. Der Engpass am Wohnungsmarkt spitze sich daher stark zu, preiswerter Wohnraum sei in den Ballungsräumen Mangelware.

Vor etwa 220 Gästen des Empfangs lobte Pott, dass die Unternehmen der Wohnungsbranche in den vergangenen Jahren den Neubau spürbar angekurbelt hätten. Er zitierte Experteneinschätzungen, denen zufolge in Niedersachsen jährlich 40 000 neue Wohnungen gebaut werden müssten, darunter etwa 10 000 neue Sozialwohnungen für Mieter mit geringem Einkommen. Stattdessen seien jedoch im vergangenen Jahr „niedersachsenweit nur 28 000 Wohnungen gebaut worden, davon sind lediglich 1510 sozial gebunden“, sagte Pott. Insgesamt gebe es überhaupt nur noch 90 000 Wohnungen mit Sozialbindung in Niedersachsen, von denen aber bis zum Jahr 2020 rund 60 000 aus der Bindung entfielen, weil Fristen ablaufen – diese können dann zu normalen Preisen auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden.

Pott fordert für die in seinem Verband organisierten Wohnungsunternehmen, die Förderung von Darlehen auf Zuschüsse umzustellen, um den Bau von geförderten Wohnungen attraktiver zu machen. 400 Millionen Euro seien in den nächsten Jahren nötig. Überdies müssten Bauvorschriften gesenkt und Klimaschutzvorgaben am Bau reduziert werden.

An dem Empfang nahmen außer Branchenvertretern auch Ulrich Mädge, Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetags, Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland und LKA-Präsident Uwe Kolmey teil. Landesjustizministerin Antje Niewisch-Lennartz sprach zu Fragen der Integration und Sicherheit in Wohnquartieren und der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld hielt einen Vortrag über Europa.

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