Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bauen & Wohnen Gartenfragen: „Efeu ist besser als sein Ruf“
Mehr Bauen & Wohnen Gartenfragen: „Efeu ist besser als sein Ruf“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:54 09.10.2019
Einmal in der Woche beantworten unsere Experten Ihre Fragen rund um das Thema Garten. Quelle: RND/Patan
Hannover

Unkraut jäten oder Stecklinge schneiden: Viele Menschen lieben es, sich um den eigenen Garten zu kümmern. Sie bauen Gemüse und Salat an, setzen Blumenzwiebeln und pflanzen Sträucher ein. Der Garten im Allgemeinen stellt den Hobbygärtner mitunter aber auch vor scheinbar unlösbare Aufgaben, da es von Frühling bis Winter in allen Bereichen immer wieder kleine und größere Probleme geben kann. Seien es die Schädlinge, die den geliebten Rosenstock befallen, die Apfelbäume, die keine Früchte tragen, oder der Rasen, der trotz intensiver Pflege einfach nicht richtig sprießen möchte.

In unserer Rubrik „Grüner Daumen“ beantworten unsere Gartenexperten einmal in der Woche wichtige Fragen rund um den Garten.

Stefanie Syren ist Landschaftsarchitektin und schreibt als Fachjournalistin für Garten- und Wohnmagazine und für die RND-Ratgeberseite "Im Grünen". Regelmäßig beantwortet Sie auch bei RND.de Gartenfragen. Quelle: Sibylle Pietrek

Ich habe durch den Kauf von Kartoffeln und Obst im Supermarkt viele Verpackungsnetze gesammelt. Teilweise habe ich sie für Ohrwurmglocken verwendet. Kann ich diese Plastiknetze auch statt Tonscherben als Drainage in Kübeln verwenden? Gudrun Weidemann

Grundsätzlich haben Tonscherben gegenüber den Netzen den Vorteil, dass sie Wasser speichern und formstabil bleiben. Wenn Sie ohnehin einige Tonscherben übrig haben, würde ich diese als stabilisierende Zutat gemeinsam mit den Gemüsenetzen verwenden. Damit die Wurzeln nicht in die Kunststoffmaschen hineinwachsen, können Sie die Mischung aus Netzen und Scherben in einen ausrangierten Nylonstrumpf füllen und diesen zubinden. So bleibt die Drainage sauber von der Erde getrennt.

Wir haben einen 60 Jahre alten Glaskirschenbaum, der voll trug. Doch fast alle Früchte hatten Maden und verfaulen. Was können wir tun? Gelbtafeln hatten keinen Erfolg. Helma Edler

Vermutlich handelt es sich bei den Maden um die Larven der Kirschfruchtfliege. Dieser Schädling tritt in heißen, trockenen Jahren verstärkt, mittlerweile auch in Norddeutschland und sogar an Sauerkirschen auf. Die Fliege legt ihre Eier in die unreifen Früchte, die nach dem Schlüpfen der Maden faulen. Gelbtafeln, die ab Mai aufgehängt werden sollten, reduzieren den Befall zwar, reichen als Bekämpfung aber leider nicht aus. Neben dem Entfernen befallener Früchte ist es im nächsten Jahr wichtig, die Krone nach der Blüte in ein Schädlingsschutznetz einzuhüllen. Bei einer großen Kirsche wie Ihrer ist es vermutlich praktikabler, diese feinmaschigen Netze nicht über die Krone, sondern von Anfang Mai bis Mitte Juni auf den Boden unterhalb der Krone zu legen: Die Maden überwintern verpuppt im Boden unterhalb des Baums – ab Mai schlüpfen die Fliegen und können durch das feinmaschige Netz nicht zur Eiablage in den Baum gelangen.

Wir haben aus Platzgründen die unteren Äste einer großen Koreatanne bis in eine Höhe von circa zwei Metern abgeschnitten und den Stamm mit Efeu berankt. Jetzt sagte unser Nachbar, dass der Baum absterben kann. Stimmt das? Christine Reiß

Efeu ist besser als sein Ruf. Probleme könnte es bei zierlichen Jungbäumen, die noch Zeit zum Einwachsen brauchen, geben. Da Ihre Koreatanne offensichtlich stattlich und etabliert ist, müssen Sie sich keine Sorgen machen – im Gegenteil: Efeu schützt die Rinde vor direkter Sonne. Das ist in diesem Fall umso wichtiger, da der Stamm vor dem Absägen der Äste keiner Strahlung ausgesetzt war und diese nicht gewohnt ist.

Wir haben im Herbst aus eigenen Ablegern gezogene Erdbeeren gepflanzt. Sie haben nicht geblüht und somit auch keine Früchte gebildet, obwohl wir mit Beerendünger gedüngt haben. Welche Gründe kann es dafür geben? Gerhard Nehring

Bei selbst vermehrten Erdbeeren ist es wichtig, Ableger von gesunden und reich tragenden Mutterpflanzen zu nehmen. Die ideale Pflanzzeit beginnt nach der Ernte, ab Ende Juli, und geht bis Anfang September. Im Anschluss bilden sich die Blütenanlagen für das kommende Jahr. Wenn die Mutterpflanzen Ihrer Setzlinge viele Früchte gebildet hatten, kommt die Herbstpflanzung als Ursache infrage. Werden Erdbeeren spät gepflanzt, kann es vorkommen, dass sie trotz Spezialdünger weniger oder keine Knospen bilden.

Sie haben auch Fragen an unsere Experten? Bitte schreiben Sie uns per E-Mail an service@rnd.de. Fragen zu Schädlingen und Krankheiten können unsere Garten-Experten noch besser beantworten, wenn Sie ein Foto an die Mail anhängen. Weil der Andrang sehr groß ist, können wir nur ausgewählte Fragen berücksichtigen.

Mäuse knabbern gerne an Wurzeln, Obst und Gemüse. Wer sie aus seinem Garten vertreiben will, hat mehrere Möglichkeiten. Was Hobbygärtner tun können, um Schäden vorzubeugen.

09.10.2019

Ob Mieter zur Kehrwoche anrücken müssen, richtet sich nach ihrem Vertrag. Grundsätzlich ist der Vermieter für saubere Gemeinschaftsräume zuständig. Er kann Mieter aber an den Kosten beteiligen.

09.10.2019

Ein grüner Rasen braucht viel Pflege - sonst wuchert er im Herbst schnell zu. Zum Unkrautvernichter müssen Hobbygärtner aber nicht gleich greifen. Mit diesen Tipps stärken Sie Ihren Rasen für die kalte Jahreszeit.

08.10.2019