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16:13 09.06.2016

Eine Tour durch die Rotts 2016

Kauschietenrott: Das Kauschietenrott hat mit seinem Rottmeister Jörg Vehling einen alten Hasen an der Spitze der Rottbrüder: „1960 bin ich das erste Mal mit meinem Vater beim Stadthäger Schützenfest mitmarschiert“, sagt Vehling stolz. Das glauben ihm manche zwar nicht, wenn er es erzählt, aber: „das habe ich sogar noch auf Video!“

Einen strikten Programmablauf im Rott gibt es nicht, „darum geht es ja auch gar nicht beim Schützenfest“, sagt Vehling. Viele Rottmitglieder sehen sich nach einem Jahr wieder und da gibt es viel zu erzählen. „Große Unterhaltung wollen die Leute da gar nicht.“

Ein willkommener Punkt auf der nicht ganz so strikten Tagesordnung, den jedoch alle Brüder begrüßen, ist die Fassbierlieferung der Schaumburger Nachrichten. Mit viel Jubel empfangen die Rottbrüder Sarah Dittrich und Mareike Bödeker, die literweise Gerstensaft im Schlepptau haben. Eine herzige Begrüßung zum Dank darf da nicht fehlen, die hat bei Vehling jedoch auch noch einen anderen Grund. „Sarah und ich kennen uns gut, weil sie mit unserem Sohn zur Schule gegangen ist.“

Marktklosterrott: Dass das Stadthäger Schützenfest unzählige Familien in der Kreisstadt nachhaltig geprägt hat, ist hinlänglich bekannt. Auch im Markt-Klosterrott ist in diesem Jahr ein Rottmeister im Amt, dessen Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern besonders mit den traditionellen Feierlichkeiten verbandelt sind. „Wir sind eine richtige Schützenfest-Familie“, sagt Jan Stepanek stolz.

Genau 40 Jahre ist es her, dass sich Stepaneks Eltern Günter und Elisabeth auf dem Schützenfest kennengelernt haben. „Wie das genau ablief, kann ich aber nicht mehr so recht sagen“, sagt Günter augenzwinkernd. Sohn Jan ist bereits der dritte Stepanek, der die Geschicke des Rotts anführen darf. Auch Mutter Elisabeth und Schwester Anja lassen es sich nicht nehmen, als Schmierweiber die trinkfreudigen Mannen zu versorgen.

Jan Stepaneks Ur-Großvater ist den Rottbrüdern ebenfalls heute noch ein Begriff. Zwar war er nie Rottmeister, allerdings sei seine Darbietung des „Pfannenflicker“-Liedes unter den Rottbrüdern legendär, wie Günter Stepanek berichtet.

1. Rott: Der 79-jährige Jürgen Biester ist nicht nur der älteste Rottbruder im 1. Rott, sondern wohl auch der kreativste. Seit Jahren versorgt er sein Rott zum Schützenfest mit zum Teil ausgedachten und witzigen Anekdoten, die meist irgendetwas mit Wilhelm Busch zu tun haben.

In diesem Jahr widmet er sich aber zwei anderen literarischen Schwergewichten: Goethe und Schiller. „Immer wieder musste Schiller die Zeche zahlen, wenn beide zusammen etwas trinken waren“, weiß Biester, der am Sonntag 80 Jahre alt wird. Doch einmal sei es Schiller gelungen, Goethe aufs Kreuz zu legen. Mit dem Vorwand, nur einen Taler aus seinem Mantel zu nehmen, habe sich Schiller eben jenen genommen und zum Wirt gesagt: „Heut ist für mich der schönste Tag, denn Goethe zahlt das Zechgelag“. Nicht nur Rottmeister Dieter Marten muss angesichts der wortgewanden Rede ein ums andere Mal herzlich lachen.

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