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Leserbriefe 4000 Waffenscheine?
Mehr Meinung Leserbriefe 4000 Waffenscheine?
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15:03 23.08.2019
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Hannover feiert das größte Schützenfest der Welt. Wie kommt es wohl zu Schützenkönigen? Auch für ein Kleinkalibergewehr braucht man eine Waffenbesitzkarte. Einen Waffenschein bekommen nur sehr wenige Personen, die eine ständige Bedrohung nachweisen können, zum Beispiel Juweliere und Sicherheitsdienste. Dieser berechtigt zum Führen einer geladenen Waffe. Davon gibt es in Hannover bestimmt keine 4000.

Der kleine Waffenschein berechtigt nur zum Führen von Gas- und Schreckschusswaffen, die ansonsten ab 18 frei erwerbbar sind und leider bei einigen Bürgern ein falsches Gefühl der Sicherheit erzeugen. Die im Rahmen der Amnestie abgegebenen Waffen haben vorher nicht zu der im NWR (Nationales Waffenregister) gelisteten Menge gehört, sondern waren in unregistriertem Besitz, daher die Amnestie, die gut geeignet war, Opas alte Weltkriegspistole straffrei abzugeben, aber auch genutzt wurde, um alte Luftgewehre und ähnliches kostenfrei zu entsorgen, wie man auf medienwirksam in Szene gesetzten Bildern der Vernichtung leicht erkennen kann.

Dass die Menge der gelisteten scharfen Schusswaffen mit dem Sicherheitsgefühl in Verbindung zu bringen ist, ist reine Stimmungsmache, da kein legaler Besitzer einer Schusswaffe zum sportlichen Schießen sie für seine Sicherheit missbrauchen würde. Gerade Niedersachsen ist ein von Schützenvereinen geprägtes Land, was dadurch auch die Menge der Waffenbesitzkarten in die Höhe treibt. Wer Schießsport in hoher Qualität betreiben möchte, benötigt nunmal ein eigenes Sportgerät, dessen Erwerb gesetzlich sehr genau geregelt ist. Wir Sportschützen gehören daher zu den am genauesten überprüften Menschen Deutschlands.

Ulrich van de Weyer, Haste