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Leserbriefe Beamte haben unterm Strich doch viel mehr
Mehr Meinung Leserbriefe Beamte haben unterm Strich doch viel mehr
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19:44 26.07.2019

“Die Bilanz unterm Strich ist sehr interessant: „Die Lücke zwischen Rente und Pension ist also im Schnitt noch deutlich größer als die zwischen den Einkommen beider Gruppen.“ „Umsorgt wie auf Wolke Sieben: So gut geht es deutschen Beamten im Ruhestand“, titelt Focus online. „Von der Pension eines Beamten können normale Rentner nur träumen. Und die Belastungen für die höheren Bezüge halten sich in Grenzen. Nach 40 Dienstjahren verabschieden sich Beamte in Deutschland in den Ruhestand: Als Pension erhalten sie maximal 71,75 Prozent des Bruttogehalts, das sie während der zwei Jahre vor dem Ruhestand bezogen haben. Der Pensionsanspruch wächst mit jedem Dienstjahr. Im Schnitt liegt das Pensionsniveau derzeit bei 66,6 Prozent. Von solchen Summen können normale Rentner nur träumen, denn ihr Versorgungsniveau liegt im Vergleich dazu – gemessen am Einkommen – um über 20 Prozentpunkte niedriger. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bekommen nicht einmal 50 Prozent ihres Lohns als Altersgeld. Haben sie 45 Jahre immer den Durchschnittslohn erhalten – der liegt momentan bei 3154 Euro –, beträgt ihr Rentenanspruch derzeit rund 1441 Euro oder 48 Prozent des Durchschnittslohns“, schreibt Focus online.

Diese Fakten sind in den oben genannten Medien nachzulesen, somit grenzt es auch nicht an Dreistigkeit, sie beim Namen zu nennen. Abertausende Bürger sind nicht in der Gewerkschaft und beziehen keine Sonderzahlungen (zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld). Nicht jeder möchte ein Beamter werden, denn einen Beamtenstaat wollen wir doch beileibe nicht haben. Die freie Meinungsäußerung ist ein wichtiges Gut unserer Demokratie und somit steht mir schon zu, über die Alimentierung der Beamten und letztlich auch unserer Volksvertreter (die gerade erst ihre Tantiemen erhöhten) meine Meinung zu äußern.

Willi Zervas
Stadthagen