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Leserbriefe Berechtigte Zweifel an B65-Umgehung
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19:44 26.07.2019

Es ist recht ruhig dort. Noch. Das wird sich aber ändern, wenn der Bau der Umgehung beginnt. Das wird mehr als 680 Menschen betreffen. Sie blicken dann auf eine Hochstraße, die circa fünf Meter Höhe und circa 30 Meter Breite hat. Im Lärmaktionsplan der Samtgemeinde Nienstädt wird dagegen von 200 Menschen berichtet, die aktuell durch den Verkehrslärm an der B65 belastet werden.

„Der pure Egoismus einiger Weniger wird den Bau nicht verhindern können“: Zitat Christiane Reckmann. Ich glaube, dass die Anzahl „einiger Weniger“ mittlerweile höher ist, als manche sich das vorstellen. Proteste gegen die Umgehung würden zum Teil von „Personen“ vorgetragen, „die noch nicht so lange“ in der Nähe der geplanten Trasse wohnen. Zitat Reckmann.

Heißt das etwa, dass diese „Personen“ sich nicht gegen den Bau der Straße äußern dürfen? „Die Umgehung würde 6800 Leute derjenigen entlasten, die unter dem Lärm an der B65 leiden“, Zitat Reckmann. Es gibt offensichtlich eine Differenz zwischen der Zahl 6800 und der tatsächlichen Einwohnerzahl von 4787 der Gemeinde Nienstädt. „Es spricht alles weiterhin für die Umgehung“, hält Nienstädts SPD-Fraktionschefin denjenigen entgegen, die an dem Projekt zu zweifeln beginnen.

Es gibt Gott sei Dank Samtgemeinderatsmitglieder, die anfangen, darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, einen Plan zu verfolgen, der seit sehr vielen Jahren mit nicht aktuellen Zahlen weiterhin verfolgt werden soll. Abschließend möchte ich Friedrich Deventer zitieren: „Der Monolith bröckelt.“

Heidrun Krause
Sülbeck