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Leserbriefe Dank für konsequente Haltung der Landeskirche
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22:17 09.07.2019
Stadthagen

Natürlich sind in unserem Staat Homosexuelle seit Oktober 2017 vor dem Gesetz gleichgestellt – unter dem Bestreben, dass niemand mehr durch seine Eigenart oder Andersartigkeit benachteiligt werden soll. Aber die Grundfrage nach gleichwertiger Anerkennung ist hier eine Frage an den Staat, aber nicht an die Kirche, hier an die Religions- oder Glaubensgemeinschaft.

Denn dort gelten darüber hinaus noch andere Wertmaßstäbe, nämlich die, die wir als von Gott gewolltes und von ihm geschaffenes Gegenüber für ein gelingendes Leben von ihm mit auf unseren Lebensweg bekommen haben. Diese Lebenshilfen sind nicht wie unser demokratisches Grundgesetz bei Bedarf veränderbar, sondern in sich von Grund auf schon vollkommen. Wir Menschen haben die Freiheit (so tolerant großzügig ist Gott), sie zu akzeptieren und danach zu leben oder sie abzulehnen und damit für uns selbst außer Kraft zu setzen; mit der Folge, dass wir hoffnungslos scheitern mit unserem Leben.

Insofern ist das, was „überall geht“ nicht unbedingt richtig vor Gott. Und der ist konsequent in seinem Urteil und so weitherzig, dass er die Folgen solchen „Aufstandes“ gegen ihn auch ausbaden lässt. Das ist die Lebenssituation einer gottlos gewordenen Zivilgesellschaft, die sich nur durch Erkenntnis und Umkehr ändern lässt.

Meine Frage ist nur: Warum will man für einen offensichtlich falschen Weg, vielleicht sogar als jemand, der aus der Kirche ausgetreten ist oder sich offen gegen Gottes Gebote auflehnt, dann für diesen persönlichen Weg dennoch den Segen Gottes haben? Vielleicht damit die persönliche Feier noch einen schönen Rahmen mit religiösem Anstrich bekommt?
Wie verlogen muss so ein Lebenswandel noch sein, dass er sicherheitshalber letztlich doch noch einen frommen Anschein in Anspruch nimmt? Mir steht es nicht zu, einen Menschen für seinen Lebenswandel zu verurteilen; das steht letztlich nur Gott zu. Aber ich möchte gern mein Leben in klaren Bedingungen leben. Und deswegen frage ich für mich meinen Schöpfer: Herr, mein Gott, was ist Dein Wille, wie ich mein Leben recht führen soll, damit es vor Dir Bestand haben kann und mit Recht Deinen Segen verdient?

Der Landeskirche Schaumburg-Lippe ist nur zu danken, wenn sie einen solchen klaren Lebenswandel nicht von jedem gesellschaftlichen Wind umpusten lässt.
Walter Grüne
Stadthagen