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Leserbriefe Das Schaumburger Land ‒ fast ein Paradies für Bienen
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19:25 12.05.2017

In der Tat nimmt im Schaumburger Land der gesamte Auen-Raum, insbesondere jedoch der zwischen Rodenberg und Lauenau, aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit eine herausragende Stellung ein.

 Zurückzuführen ist dieser Umstand unter anderem darauf, dass vor circa zwei Jahren Ausgleichsflächen, die im Zuge des A2-Ausbaues ausgewiesen worden sind, endlich nach 18 Jahren vollständig in den geforderten Zustand überführt worden sind, mit unbelasteten Wildblumen, Wildkräutern und Gräsern. Den Imker freut es, den Jäger auch und den Naturliebhaber sowieso.

 Ökologische Sensibilität, bei den Imkern ohnehin schon immer vorhanden, ist auch in der Landwirtschaft angekommen: Schwächen der Monokultur werden erkannt ebenso wie die Notwendigkeit, Blühpflanzen auch vor und nach der Rapsblüte vorzuhalten.

 Dabei darf das Augenmerk jedoch nicht allein auf blühende Nutzpflanzen gerichtet werden – eine erhebliche Bedeutung kommt den Blütenpflanzen an Wegrändern und an den Uferrändern der Fließgewässer zu, die unabhängig vom landwirtschaftlichen Arbeitskalender vom Frühjahr bis in den Herbst blühen können und neben Insekten auch dem Wild als Nahrungsquelle dienen.

 Auch in dieser Hinsicht tut sich einiges im Domänenumland – nach und nach erhalten öffentliche Gemeindewege ihre katasteramtliche Breite zurück. Was früher mit aufwendigen Feldvermessungen festgestellt werden musste, lässt sich heutzutage leicht mit GPS-gesteuerter Schlepperlenkung bewerkstelligen.

Gerhard Hurek

Soldorf