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Leserbriefe Ein Herderzimmer mit Dauerausstellung einrichten
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18:58 30.08.2019
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Manche hier bei uns in Bückeburg sind neugierig und gespannt zu erfahren, um welche Formate es sich wohl handeln wird, zumal in knapp 20 Monaten am 28. April 2021 an folgendes Ereignis gedacht wird: Herder betritt zum ersten Mal Bückeburger Boden. Wie heißt es doch so schön: „Die Bückeburger scheinen etwas verwirrt dreingeschaut zu haben, als Johann Gottfried Herder, in ein himmelblaues, mit Gold betresstes Gewand gekleidet, in weißer Weste und mit eben solchem Hut, am 28. April 1771 gegen Abend der Eilpost aus Rinteln entstieg.“

Am 1. Mai 1771 schrieb Herder dann an Caroline Flachsland, seine zukünftige Frau, die zu der Zeit noch in Darmstadt lebte: „Stellen Sie sich vor, was ich für eine Figur spielte, als mich mein Ehrwürdiger College mitten durch die Kirche führte… Wäre ein Elephant durchgeführt worden, so wäre nicht mehr Aufsperrens gewesen.“ (zitiert in „Homilien über das Leben Jesu“).

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Was wäre für die nächsten Monate zu wünschen? Die Renovierung der Herderquelle im Harrl wird ja schon vorbereitet. Zu Herders 250. Geburtstag vor 25 Jahren (im Jahre 1994) hatte Roswitha Sommer im Museum eine interessante Ausstellung über Leben und Werk des großen Theologen und Philosophen konzipiert und durchgeführt.

Zum 100. Jahrestag der Einweihung des Herderdenkmals neben der Stadtkirche war am 10. Mai 2008 ein ganzer Festtag dem Gedenken Herders gewidmet. Die Zeitung schrieb damals: Es sei eine Veranstaltung gewesen, „die von den Gästen gleichermaßen als bemerkenswert kurzweilig wie hochinformativ gelobt wurde“.

Edith Schönbeck hatte immer wieder auch in dieser Zeitung darauf hingewiesen, dass es sehr sinnvoll wäre, im Herderhaus, in dem jetzt die Tagespflege der Diakonie untergebracht ist, ein Herderzimmer mit einer ständigen Ausstellung einzurichten. Diesen Gedanken kann man auch aus meiner Sicht nur unterstützen. Wenn der Schaumburg-Lippische Heimatverein schon für die Friedhofsmauer am Jetenburger Friedhof 5000 Euro ausgegeben hat, würde er doch sicher auch eine stattliche Summe zur Verfügung stellen, wenn ein Herder-Zimmer eingerichtet würde. Andere würden bestimmt mit einer Spende folgen. Ich auch.

Hans-Peter FiebigBückeburg

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