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Leserbriefe Energiewende und Umweltschutz
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16:19 17.05.2019

Sofern sie nicht schon durch die Windpropeller erschlagen wurden. Dabei war die Energie aus Windkraft schon immer völlig unzuverlässig. So schrieb schon Wilhelm Busch: „Aus der Mühle schaut der Müller, der so gerne mahlen will. Stiller wird der Wind und stiller, und die Mühle stehet still. So geht’s immer, wie ich finde, rief der Müller voller Zorn. Hat man Korn, so fehlt’s am Winde, hat man Wind, so fehlt’s am Korn“.

Daran hat sich nichts geändert. Entweder wird zu viel Strom produziert oder zu wenig. Und damit kann keine zuverlässige Stromversorgung garantiert werden. Die Müller haben damals jedenfalls, sobald Strom zur Verfügung stand, ihre Mühlen auf Elektroantrieb umgerüstet. Kaum jemand in Deutschland ist bereit, seinem E-Werk zu kündigen und nur noch auf Wind- und Solarkraft zu setzen. Waschen und Kochen nur, wenn genug Wind weht?

Es wird momentan so viel über Insektensterben diskutiert. Hat sich schon einmal jemand überlegt, warum es inzwischen Spezialisten gibt, die die Vorderkante der Flügel bei Windrädern reinigen. Die zu Millionen zerplatzten Insekten und Vögel rauen die Kanten auf und der Ertrag wird geringer. Bei den Umfangsgeschwindigkeiten der Flügel von 130 bis 390 Stundenkilometern kann kein fliegendes Lebewesen ausweichen. Es wird unweigerlich erschlagen. Egal ob Mücke, Biene, Fledermaus und Greifvogel. Das wird als Kollateralschaden achselzuckend hingenommen. Hauptsache unsere Politikdarsteller können auf eine erfolgreiche „Energiewende“ hinweisen. Mit „Naturschutz oder Umweltschutz“ hat das nichts zu tun.

Mit Umweltschutz hat auch die Verschandelung der Landschaft durch diese Windräder nichts zu tun. Da werden bedenkenlos große Lichtungen in Naturschutzgebiete geschlagen. Hektarweise wird Wald- und Ackerboden verdichtet und zubetoniert. Erst so langsam erkennen die Menschen nun aber auch die Gesundheitsgefährdung durch die Windkraftwerke. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass erst bei einem Abstand von circa fünfzehn Kilometern, der Lärm, insbesondere der Infraschall, nicht mehr wahrgenommen wird. Es gibt inzwischen Gebiete, wo kein Haus mehr verkauft werden kann. Niemand möchte dort wohnen. Und alles nur wegen der Schnapsidee, ein Industrieland wie Deutschland könnte seinen Strombedarf mit Wind- und Solaranlagen decken. Zahlen muss dafür natürlich der Bürger, für den sich der Strompreis in den letzten Jahren mehr als verdoppelt hat.

Richtig teuer wird aber erst die Entsorgung der Windräder. Die Flügel sind Sondermüll. Es existiert noch kein wirtschaftliches Verfahren, die Flügel zumindest teilweise zu recyceln. Der Mast und die Maschinenanlage können recycelt werden. Aber was macht der Grundbesitzer mit dem vielen Beton, der ja eigentlich komplett entfernt werden muss? Da kommen schon mal 3500 Tonnen zusammen. Aber da wird unseren Politikdarstellern bestimmt etwas einfallen, um die Kosten mal wieder an die Bürger weiter zu geben.

Wilhelm Schulenburg

Rinteln