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Leserbriefe Frustration zu lange verborgen
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00:01 16.01.2010
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Da muss man doch sagen: Respekt der Feuerwehr, die ihre Frustration vermutlich schon viel zu lange verborgen hat. Hinsichtlich verstreuter Mittel, die man hätte klüger einsetzen können, kommt mir sogleich ein von der Stadt für 10 000 Euro erworbenes „Kunststück“ in den Sinn, welches die Ausfallstraße gen Minden ziert. Ich will ehrlich sein: Das Ding liegt mir schon lange auf der Seele.

Es ist nicht, wie der Betrachter denken könnte, die Einfahrt eines mondänen Altmetallhandels der hier für diese stolze Summe plus Kosten von Fundament, Arbeitszeit des Bauhofes zuzüglich modernster Montagematerialien, inkusive dreier Lackschichten in RAL-Farben und Kranwageneinsatz für die Ewigkeit das Auge des Betrachters blendet. Nein, es ist ein Kreisel, wie Bückeburg ihn sich nicht hat träumen lassen. Subjektiv will ich anmerken, dass meine Augen bei jeder Fahrt gen Westen schwer beleidigt sind und ich mir wahrlich einen effektiveren Umgang „unserer“ Mittel vorstellen könnte. Zum Beispiel für Einsatzmittel der Feuerwehr, Jugendarbeit etc..

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Aber vielleicht kommt es ja noch zum Abwracken? Rohstoffe sind knapp und irgendwann könnte ein asiatisches Weltvolk Rocki einfach für seine industriellen Zwecke erwerben, sandstrahlen einschmelzen und den Werkstoff innovativer Nützlichkeit übergeben. Wir hätten dann die Option ein billiges Sandsteinkunstwerk aus dem Obernkirchener Bildhauer-Symposium auf dem historischen Gelände zu drapieren. Und mit dem Reibach (also dem horrenden Gewinn dieser Wertanlage im wahrsten Wortsinn) bezahlen wir das Stopfen des bis dahin ausgefransten Stadtbüddels. Okay, über Kunst lässt sich streiten, das verstehe ich. Aber Geschmacklosigkeit ist aus weiter Ferne zu erkennen!

Äußerst lobenswert, sich harmonisch im Stadtbild wiederfindend, sind die weiteren Kreisel unserer schönen Heimatstadt.

Zum Schluss noch einmal: Respekt unserer Feuerwehr und viel Erfolg bei den weiteren Verhandlungen von hier.

Frank Pieper, Bückeburg

(veröffentlicht in der SN-Printausgabe vom 16.01.2010, Seite 20)

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