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Leserbriefe Gesundheit first – 5G-Strahlung second
Mehr Meinung Leserbriefe Gesundheit first – 5G-Strahlung second
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23:57 11.05.2019
Symbolbild Quelle: Archiv

Die Medien informieren nur über vermeintliche Vorteile der 5G-Technologie, aber nicht über gesundheitliche Risiken. Wer sich darüber informieren möchte, muss selbst recherchieren. Es gibt einige gute Publikationen im Internet über 5G-Projekte, die Details der Technologie und deren Risiken für Mensch und Umwelt. Die Entscheidungsträger können später nicht sagen: „Das haben wir alles nicht gewusst.“ Die neue 5G-Übertragungstechnik soll mit Sendefrequenzen von mehr als 20 bis zu 90 Gigahertz (Ghz) arbeiten (Mikrowellenherd = 2,45 Ghz) und ganz Deutschland ohne Funklöcher abdecken. Die Belastung durch elektromagnetische Strahlung wird dadurch für Menschen, Tiere und Pflanzen um ein Vielfaches zunehmen.

In Brüssel wurde gerade das Pilotprojekt 5G mit der Begründung gestoppt, dass die Strahlungsgrenzwerte, welche die Bürger schützen sollen, nicht eingehalten werden können. Der Kanton Genf hat den Aufbau des 5G-Netzes Anfang April verboten, weil wissenschaftliche Erkenntnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen nicht vorliegen. Dass unsere Politiker bereit sind, den Bürgern beliebig hohe gesundheitliche Risiken aufzubürden haben wir an anderen Beispielen erlebt, Feinstaub, Nitrat, Glyphosat, etc.

Wie können wir erwarten, dass in der 5G-Diskussion die Gesundheit der Bürger eine Rolle spielen könnte? Die WHO hat zum Beispiel bestätigt, dass die 5G-Strahlung ein bis zwei Millimeter in das menschliche Gewebe eindringt. Bei Tests mit 5G-Sendern haben sich in Kalifornien Bäume und Büsche entzündet, die von den hochfrequenten Wellen getroffen wurden, weil die 5G-Strahlung auch bei Pflanzen „unter die Haut geht“. Vielleicht wachen unsere Politiker ja noch auf und fragen mal in Brüssel oder Genf nach, warum dort der 5G-Aufbau gestoppt wurde. Noch ist es nicht zu spät.

Werner Schoch, Stadthagen