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Leserbriefe Industrialisierte Landwirtschaft ruiniert Lebensgrundlagen
Mehr Meinung Leserbriefe Industrialisierte Landwirtschaft ruiniert Lebensgrundlagen
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20:16 25.01.2019
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An zweiter Stelle wurde hierbei die „Ernährungswirtschaft“ genannt.

Derartige Nachrichten verursachen mir immer wieder das kalte Grauen, da hintergründig zu dieser Nachricht deutlich wird, dass in Niedersachsen durch die industrialisierte Landwirtschaft mit Monokultur und Massentierhaltung unsere Lebensgrundlagen wie Trinkwasser, Luft und Boden leichtfertig ruiniert werden, um halb Europa, Russland, Afrika und China mit billigem Fleisch und Milchprodukten zu beliefern. Ganz zu schweigen von den langfristigen Schäden an Natur und Umwelt sowie Ausrottung von Insekten, Vögeln und Pflanzen durch Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen aufgrund von massivem Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat.

Abertausende Nutztiere werden Jahr für Jahr gequält, damit billig in aller Welt auf Kosten der Niedersächsischen Umwelt konsumiert werden kann. Weiter hat diese Form der industrialisierten Landwirtschaft aufgrund des Grundsatzes „Wachsen oder weichen“ Jahr für Jahr zahlreiche kleinere Höfe zum Aufgeben gezwungen und zerstört, so gewachsene Strukturen im ländlichen Raum.

Welche Lebensgrundlagen sollen künftige Generationen haben? Wer haftet für die immensen Schäden an Natur und Umwelt? Angesichts der Verantwortung für uns und kommende Generationen ist ein Umdenken aller Beteiligten, Erzeuger und Konsumenten dringend erforderlich. Keiner soll sagen, er habe von alldem nichts gewusst.

Mit Sicherheit wird auch in Schaumburg in der Nacht zum 1. Februar begonnen, Gülle auf die Felder auszufahren. Nicht, weil Pflanzen oder Erde das benötigen, denn im Februar findet noch kein Pflanzenwachstum statt, sondern weil die in Massen anfallende Gülle so entsorgt werden kann – gerne auch noch von niederländischen Massentierhaltern gegen Geld.

Angelika Wagner, Rinteln