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Leserbriefe Ist Geburtenkontrolle Rassismus?
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09:13 16.08.2019
Symbolbild Quelle: Archiv

Herrn Tönnies Aussagen sind sicherlich unbedacht und flapsig gewesen, aber im Kern nicht ganz falsch. In Afrika wird sich die Bevölkerung in 30 Jahren auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln; 2030 wird es dort 440 Millionen zusätzliche Jobsuchende geben. Menschen, die dieser Kontinent nie wird ernähren können und die massiv in andere Regionen dieser Welt drängen werden.

Dazu kommt, dass in einem Großteil der afrikanischen Staaten Misswirtschaft, Korruption, Unterdrückung und Unfähigkeit herrschen (ich nehme an, das anzusprechen, wird bereits als Rassismus gewertet). Was sollen die gut gemeinten Entwicklungs- und Hilfszahlungen an die Regierungen dieser Länder wohl bewirken, die bisher zu wenig Positivem geführt haben, abgesehen von dem Teil, der schnurstracks auf Schweizer Nummern-Konten oder in der Karibik landet?

Das Einzige, was vielleicht diesem Kontinent hilft und ihn zukunftsfähig machen kann, ist Hilfe zur Selbsthilfe und eine funktionierende Geburtenkontrolle, Anti-Baby-Pillen, Kondome und die Unterrichtung der Bevölkerung darüber, wie damit umzugehen ist. Schließlich kann ein Acker auf dem Land vielleicht vier oder fünf Menschen ernähren, aber keine acht, zehn oder mehr.

Fakt ist: Afrika ist mit seiner unbegrenzten Bevölkerungsentwicklung nicht überlebensfähig. Herr Tönnies lag mit seiner Bemerkung ganz sicher etwas daneben, aber wenn „Das“ Rassismus ist, dann gibt es in unserem Land sehr viel davon.

Und dann bin ich auch ein Rassist.

Rainer Goldemann, Rodenberg