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19:38 09.07.2019

Im gesellschaftlichen Umfeld finden sich Homosexuelle in allen Schichten: Sportler, Politiker, Schauspieler und auch kirchliche Würdenträger bekennen ihre Homosexualität und werden von großen Kreisen der Gesellschaft vorbehaltlos anerkannt.

Auch in unserem persönlichen Kreis ist ein verwandter junger Mann schwul und ebenso einige unserer Freunde. Allesamt sind Mitglieder der evangelischen Kirche und möchten sich als Christen trauen lassen. Seit dem 1. Oktober 2017 sind homosexuelle und heterosexuelle Menschen gleichgestellt. Aus meiner Überzeugung ist die Homosexualität vergleichbar mit den Links- oder Rechtshändern, beides sind angeborene Eigenschaften, die toleriert werden sollten.

Folgerichtig wird die Konversionstherapie, die „Umerziehung“ von homo- zu heterosexuellen Menschen, demnächst verboten. Die Begründung hierfür lautet: Homosexualität ist keine Krankheit und ist deshalb auch nicht behandlungsbedürftig. Vor dem Hintergrund dramatisch sinkender Kirchenmitgliederzahlen ist mir unverständlich, dass homosexuelle Paare und gläubige Christen von der kirchlichen Trauung ausgeschlossen werden.

Diese Praxis hat auch Auswirkungen auf heterosexuelle Kirchenmitglieder, sie können sich nicht mehr mit der Schaumburg-Lippischen Landeskirche identifizieren und erwägen den Austritt aus der Kirche.

Dr. Klaus Schernewsky

Stadthagen