Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Leserbriefe Keine klare Regelung
Mehr Meinung Leserbriefe Keine klare Regelung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:38 24.05.2019
Anzeige

Vier Parteien, davon ein reiner Gewerbebetrieb und drei Gewerbetreibende, die auch dort wohnen, wurden nicht gefragt. Meine Anfrage im Januar zwecks Kauf des Grundstücks wurde von dem Mitarbeiter der Samtgemeinde „abgebügelt“.

Auch hätte sich Herr Hudalla seine Aussage in Bezug auf günstige Wohneinheiten im Gewerbegebiet sparen können. Vielleicht hätte sich Herr Hudalla als Samtgemeindebürgermeister besser über die örtlichen Gegebenheiten informieren sollen. Es haben alle ein Gewerbe vor Ort. Auch ist seine Aussage, dass es in den vergangenen Jahren den Trend gebe, eigentlich feststehende Verhaltensregeln nicht mehr zu befolgen, schlichtweg ein Schlag ins Gesicht. Welche Verhaltensregeln denn bitte?

Jeder Bürger, der die Zeitungsartikel gelesen hat, denkt doch, dieser Hunde-Auslauf steht an 365 Tagen im Jahr für 24 Stunden zur Verfügung. Was sollen denn für Regeln gebrochen werden, wenn gar keine aufgestellt sind? Zwar darf in einem Gewerbegebiet 24 Stunden produziert werden, aber aufgrund des Emissionsschutzgesetzes müssen die gesetzlichen Ruhezeiten eingehalten werden. Auch in einem Gewerbegebiet gibt es Regeln, die komischerweise jeder dort ansässige Gewerbetreibende einzuhalten hat. Warum gibt es keine ausgewiesene Parkfläche? Bei den Besucherströmen aus anderen Städten besteht ein großer Bedarf an Parkfläche.

Auch sei mir die Frage erlaubt, warum mit meinen Steuergeldern so ein Areal geschaffen wird was von so vielen Menschen, die nicht aus unserer Samtgemeinde kommen, kostenlos genutzt werden darf. Unser Anliegen war es, über die Osterfeiertage die Besucher des Platzes auch für unsere Situation zu sensibilisieren. Deshalb wurde freundlichst darauf hingewiesen, dass es auch hier eine einzuhaltende Sonn- und Feiertagsruhe gibt. Wofür auch circa 80 Prozent der angesprochenen Hundehalter Verständnis hatten. Sie hatten ja nur die Informationen aus der Presse.

Auf jedem Kinderspielplatz und an jedem Glascontainer stehen Schilder, wann ich was nicht darf, hier vor Ort allerdings nicht. Dass es da zu Missstimmung kommt, ist doch wohl einleuchtend. Die Krönung wären jetzt noch Dixis-Klos und eine Grillstätte mit Unterstand. Wenn die Samtgemeinde Rodenberg ihrer, meiner Meinung nach, Pflicht nachgekommen wäre, auf Ruhezeiten hinzuweisen, Parkfläche auszuweisen oder eine Richtigstellung in der Presse veröffentlicht hätte, müssten wir als Anlieger auch nicht diesen „Shitstorm“ in den sozialen Netzwerken über uns ergehen lassen.

Nachdem wir Anlieger einen Brief an die Samtgemeinde geschrieben haben, wo um Richtigstellung gebeten wurde, es aber bis auf ein Antwortschreiben nur einen weiteren Zeitungsbericht gab, fühle ich mich gezwungen, mit einem Leserbrief, meine Seite zu veröffentlichen.

Alexandra Waßmann, Rodenberg