Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Leserbriefe Kindergarten am Ortseingang
Mehr Meinung Leserbriefe Kindergarten am Ortseingang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:39 15.11.2019

Wurde da wirklich der Bau eines Kindergartens abgeblockt? Wurde allen Ernstes ein Buswendeplatz als beispielhafte Planung für die Ortsmitte angeführt und als „Mehrwert“ für das Dorf bezeichnet?

Ich wohne seit 1982 in Feggendorf und kannte den Ort noch mit einem „Mehrwert“ in Form von zwei Gaststätten, zwei Banken, einer Poststelle, einem „Tante Emma“-Laden und einem Friseur. Einen Bäcker soll es auch noch bis 1981 gegeben haben. Diesen Mehrwert haben wir nun nicht mehr in der Form, aber Steuern müssen wir trotzdem zahlen. Einen Kindergarten haben wir schmerzlich vermisst und jetzt wird der mögliche Bau eines solchen abgewürgt? Das kann nicht die Mehrheitsmeinung in Feggendorf sein.

Die Steilvorlagen aus dem Publikum wurden natürlich sofort genutzt, das Thema Kindergarten für Feggendorf zugunsten von Lauenau zu beerdigen. Anscheinend ist nicht zuletzt durch die Boulebahnaffäre die Stimmung derartig aufgewühlt, dass sämtliche Vorschläge der Politik und Verwaltung – auch die guten – erst einmal pauschal verneint werden. Schließlich ist die Beleuchtung des Volksparks keine schlechte Idee und auch die Errichtung einer Toilettenanlage wäre für diverse Veranstaltungen von Vorteil gewesen. Ich kann nur dringend empfehlen, nicht alles ohne nachzudenken strikt abzulehnen. Besser wäre es, alternative Vorschläge zu unterbreiten.

Wenn bei einigen die Sorge besteht, dass sich durch einen Kindergarten die Verkehrssituation im Ort verschlechtert – Stichwort „rasende Mütter oder Väter“ – warum schlägt man dann nicht vor, einen Kindergarten an den Ortsanfang zu bauen? Vielleicht kann sich die Gemeinde um das „Prell“-Grundstück am Ortseingang bemühen. Dieser Standort wäre auch für die Einwohner aus den Lauenauer Neubaugebieten besser.

Gleichzeitig könnte man die Scheune auf dem Grundstück erwerben. Vielleicht passt ja eine kleine Sportfläche dort hinein? Für Gymnastikgruppen, Kinderturnen, Tischtennis oder Volleyballer könnte es reichen. Geräteräume, Umkleiden und Toiletten ließen sich bestimmt im Zuge eines Kindergartenbaus mit errichten. Die Sportler könnten weiterhin die gegenüberliegende Gaststätte „Zur Linde“ besuchen. Die Wirtsleute könnten ebenso von der Nähe des Kindergartens profitieren. Schließlich beliefert die Linde auch andere Kindertagesstätten. Die Lücke im Ortsbild, die nach dem Abriss des Fachwerkensembles entstanden ist, würde durch einen gut eingegliederten Neubau geschlossen. Das wäre ein echter Mehrwert für beide Orte. Aber bitte, bitte lieber Bauausschuss, keinen Buswendeplatz in der Ortsmitte oder einen Kindergarten im Gewerbegebiet neben Industriehallen.

Frank Rolofs, Lauenau