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Leserbriefe Kreisel bremst Verkehr aus
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22:58 27.09.2019

Zurzeit wird im Bereich der Kreuzung K10 Bückeburg-Krainhagen/L451 Bad Eilsen-Vehlen gebuddelt. Und da taucht schon (nicht nur bei mir, sondern bei allen, mit denen man sich über dieses Thema austauscht) die Frage auf: Warum wird nicht gleich im Zuge dieser Baumaßnahme ein Kreisel an diesem gefährlichen Knotenpunkt gebaut?

Im Ahnser Rat ist schon lange vor Baubeginn an der L451 durch ein Mitglied desselben eine detaillierte Vorstellung eines Kreisels mit seinen vielen Vorteilen gezeigt worden. Von der Größe her ist Platz genug da. Auf was hat man gewartet? Hat eventuell jemand aus dem Rat etwas dagegen gehabt? Gibt es etwa Nein-Sager? Wenn ja, dann bitte ich den- oder diejenigen, sich mal verschiedene Kreisel anzusehen, zum Beispiel in Oberkirchen und in Bückeburg.

Es gibt doch wohl nichts Sinnvolleres, einen Kreuzungsbereich in so einer Form zu entschärfen. Der schnelle Durchgangsverkehr wird ausgebremst und der Querverkehr kommt wesentlich zügiger durch den Bereich. In Ahnsen wird es so sein, lieber Verkehrsteilnehmer, dass Sie, von Krainhagen oder Bückeburg kommend sich vorsichtig, nach allen Seiten umsehend, langsam durch den Kreuzungsbereich fahren müssen – was demzufolge ordentliche Rückstaus auf der Kreisstraße zur Folge hat. (Stichwort Klimawandel, Staub, Lärm).

Nichtsdestotrotz wird es auch in Zukunft – wie gehabt – wieder krachen. Denn wenn nach Fertigstellung die stark frequentierte, vorfahrtsberechtigte Landesstraße Bad Eilsen- Vehlen wieder für einige Fahrer zur Rennstrecke mutiert ist und andere auf der noch stärker befahrenen Strecke Bückeburg-Krainhagen nicht in dem Maße aufmerksam sind, wie es die Situation gebietet, höre ich es jetzt schon wieder rumsen. Und ich bete dafür, dass dann nichts Schlimmes an Leib und Leben passiert. Und die Nein-Sager mögen sich schon mal Ausreden einfallen lassen!

Wie stark dieser Kreuzungsbereich befahren wird, hat schon der Verkehrsplan Kreisstraßen (von 2002) des Landkreises festgestellt. Der sagt nämlich aus, dass diese beiden Straßen mit jeweils über 6000 Verkehrsteilnehmern am Tag die mit am höchsten belasteten des Kreises sind. Wenn ich heute durch irgendwelche Kreisel fahre, denke ich, warum wird so was nicht in Ahnsen gebaut? Warum nicht jetzt, wo gerade Baumaßnahmen gemacht werden? Wer wartet eigentlich worauf? Wer übernimmt die Mit-Verantwortung für mit Sicherheit kommende Schäden, die durch einen Kreisel vermeidbar wären?

Wolfgang Nerge, Ahnsen