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Leserbriefe Lage keineswegs entspannt
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22:01 23.08.2018
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Es leben also 2300 anerkannte Asylbewerber hier in Schaumburg. Meistens handelt es sich um jüngere Menschen im Alter bis 25 Jahren. Landrat Farr empfindet dieses als positiv, da es jungen Menschen leichter fällt, die deutsche Sprache zu erlernen.

Wie sieht das mit der sogenannten Erstorientierung aus? Wird das von zentraler Stelle des Landkreises gesteuert? Werden die jungen Menschen bei Behördengängen von fachkundigen Leuten begleitet? Wer gewährleistet den regelmäßigen Besuch beim Deutschunterricht? Werden diese Sachen zentral vom Landkreis kontrolliert und gesteuert? Was kommt danach? Wo will man später 2300 Asylbewerber auf dem hiesigen Arbeitsmarkt im Landkreis unterbringen? Wer organisiert und leitet so etwas? Mit Sicherheit kann das Jobcenter diese umfangreichen Aufgaben nicht auch noch übernehmen. Die Ehrenamtlichen arbeiten ja auch schon am Limit.

Natürlich brauchen viele Firmen im Landkreis aufgrund der guten Konjunktur Arbeitskräfte, aber diese müssen doch bezogen auf die anerkannten Asylbewerber vom Landkreis begleitet und integriert werden. Das wiederum schafft man nicht mit einem oder zwei Sozialarbeitern. Es muss intensiv betrieben werden – denn wer weiß, wie lange die wirtschaftliche Konjunktur noch auf Hochtouren läuft.

Frank Frischmuth

Stadthagen