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Leserbriefe Lauenauer Fehlplanungen am laufenden Band
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15:13 28.06.2019
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Die Begründung von Frau Wehner, „der Volkssport Boule gehört in den Volkspark“, ist entweder Dummheit oder der Versuch, die Leute für dumm zu verkaufen. Wenn er nämlich stimmte, müsste diese kluge Frau erst recht Fußball, Schwimmen, Tennis oder Volleyball in den Volkspark verlegen.

Ich meine, Boulen ist ein schöner Sport, der Bouleclub leistet tolle Arbeit für den Flecken, aber Sportanlagen gehören in den auch dafür bestens geeigneten Lauenauer Sportpark. Dort braucht man keine neue und teure Infrastruktur. Und wenn zusätzlich etwas investiert werden müsste, dann wäre es erheblich billiger, als wenn alles im Volkspark neu gemacht werden müsste. Dass gerade in diesem Moment der Rat nun auch noch eine Beleuchtung für den Volkspark beschließt, ist schon ein seltsamer Zufall.

Im übrigen gehen die Ratsmitglieder in bekannter Weise mit den Kosten um: Zuerst wird mit den Bahnen für nur wenig Geld ein Anfang gemacht. Über die teuren Gebäude und Elektro- und Sanitärinstallationen wird erst geredet, wenn die Bahnen fertig sind. Ganz schlau ist, dass bereits jetzt „größer gedacht“ werden und gleich ein neues Bürgerhaus geplant werden sollte. Was bleibt denn dann überhaupt noch vom Volkspark übrig?

Stattdessen sollte lieber der Volkspark wieder als Park mit der weit und breit größten Süntelbuche gestaltet werden, nachdem vor einigen Jahren Hecken und große und sehr gesunde Bäume seltsamerweise an einem Sonnabend beseitigt wurden. Die Idee, im Volkspark eine weitere Sportanlage einzurichten, ist genau so aberwitzig, wie die Einrichtung eines zusätzlichen Friedhofs hinter dem Kriegerdenkmal.

Auch dort müssten neue und teure Verkehrwege und weitere Bauwerke mit Sanitäranlagen geschaffen werden. Lauenau hat einen Friedhof, der wie alle Friedhöfe immer geringer belegt ist und demzufolge genügend Platz hat, um einen Friedforst einzurichten.

Georg Reimann, Lauenau