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Leserbriefe Man weiß durchaus Genaues
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23:48 03.09.2019

Weder alte Rohre noch eine Ausbaggerung vor zehn Jahren oder der Klimawandel sind der Grund. In den vergangenen Jahrzehnten hat es im Mühlenteich nie solche Wasserprobleme gegeben. Es gab immer auch Perioden mit wenig Zufluss – der Teich war aber immer voll.

Nach der Eigentumsübergabe des Grundstücks inklusive Teich an die jetzigen Eigentümer und der damit verbundenen Bebauung des Grundstücks wurde die Wasserzuführung des Stollenwassers (nicht Hühnerbach) geändert sowie der Überlauf an der Schleuse verschlossen. Des Weiteren wurde der Mühlenteich ausgebaggert und insbesondere – wohl um eine Löschwasserentnahmestelle zu schaffen – zur Stiftsmauer hin tiefer ausgegraben. Dabei kippte der Bagger in den Teich. In der Folge der Ausbaggerung und der Bergung wurde der mit Ton und Kalk abgedichtete Teichboden beschädigt.

All diese Maßnahmen wurden gegen den ausdrücklichen Rat unseres in der Zwischenzeit verstorbenen Vaters vorgenommen, der lebenslange Erfahrung im Mühlen- und Wasserbau hatte und die örtlichen Verhältnisse sehr gut kannte. Diese unfachmännischen Baumaßnahmen haben den Zufluss verringert und das Wasserleck verursacht. Es kann keine Rede davon sein, dass man nichts Genaues weiß.

Bisher hat sich der Eigentümer nicht verantwortlich gezeigt. Man hat den Eindruck, dass sich niemand der Sache annehmen will. Zuflüsse zur Mühle sind ohne Absprache zugemauert worden, keiner will es gewesen sein. Die automatische Schleuse funktioniert nicht, beim letzten Unwetter ist das Wasser über die Ufer getreten und hätte tiefer gelegene Häuser fast überschwemmt.

Alles in allem muss man den Eindruck gewinnen, dass die Rendite im Vordergrund steht. Es ist höchste Zeit, dass der Eigentümer sich verantwortlich zeigt und den Mühlenteich fachmännisch instand setzt – und das nicht auf Kosten der jetzigen Eigentümergemeinschaft, sondern auf Rechnung der Bauträgergesellschaft.

Dirk BöseObernkirchen