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Leserbriefe Pro Homöopathie
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20:28 16.07.2019

1. Bis heute gibt es angeblich keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Globuli jenseits eines Placeboeffektes wirken: Doch, es gibt zahlreiche Nachweise in Form von Studien (zum Beispiel der Carl und Veronika Carstens-Stiftung oder des Nobelpreisträgers Luc Montagnier), nur dass diese von den Homöopathiegegnern und -skeptikern ignoriert beziehungsweise überhaupt nicht verstanden werden. Homöopathie lässt sich nicht einfach in Doppelblindstudien belegen, da bei einer klassisch homöopathischen Therapie (nach Samuel Hahnemann, der die Homöopathie empirisch erforscht und ihre Gesetzmäßigkeiten ausführlich beschrieben hat) über die individuellen Symptome eines Patienten eine individuell passende Arznei gesucht wird. Relevant ist dabei auch immer das Gesamtbild der gesundheitlichen Störungen, besonders bei chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien. Übrigens sehr zeitaufwendig.

2. Homöopathische Arzneien seien so stark verdünnt, dass sie nicht mehr wirken können: Doch, sie wirken auf einer anderen Ebene als zum Beispiel Schmerzmittel, die nur das Symptom bekämpfen, aber nicht die Schmerzen heilen. Der Mensch ist nicht nur eine Ansammlung von chemischen Stoffen, die man im Labor messen und entsprechend auffüllen kann, wenn sie fehlen. Homöopathische Arzneien regen die eigene Heilkraft an und führen so zu einer anhaltenden Gesundung.

3. Homöopathische Arzneien seien gefährlich: Wie das denn, wenn sie gar nicht wirken? Sie haben keinerlei Nebenwirkungen, das stimmt. Mögen schulmedizinische Medikamente erforscht sein, viele davon sind es nicht ausreichend und ihre Neben- und Wechselwirkungen sind es noch weniger.

4. Homöopathische Arzneien seien teuer: Diese Aussage ist die lächerlichste von allen – sie kosten einen Bruchteil der anderen Medikamente, die täglich über den Ladentisch der Apotheken gehen. Warum werden immer mehr davon von gesundheitsbewussten Menschen verlangt und vor allem, warum sollten alle Apotheker mit ihrem zum Teil großen Angebot an Homöopathie einem Irrtum erliegen?

Letzten Endes geht es doch nicht darum, wer die Gobuli zahlt, sondern hier steht mal wieder ein großer Wirtschaftszweig, sprich die Pharmaindustrie dahinter. Die Zeit ist reif dafür, ehrlich und ernsthaft zu hinterfragen, was uns Menschen hilft und guttut, nicht nur im Bereich der Gesundheit.

Christine Maiwald

Bückeburg