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Leserbriefe Schwächsten der Gesellschaft schützen
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16:13 17.05.2019

Bei einer Impfung nutzt der Körper seine eigene Abwehrstrategie. Er wird gezielt mit dem im Impfstoff enthaltenen abgeschwächten oder abgetöteten Krankheitserregern in Kontakt gebracht, um die Bildung von Antikörpern auszulösen.

Dieses Prinzip funktioniert quer durch alle Bevölkerungsschichten und hat mit einem überhöhten Zucker- oder Fast Food-Konsum nicht das geringste zu tun. Es setzt aber voraus, dass sich genügend Menschen impfen lassen. Nur so entsteht der sogenannte Herdenschutz, der auch die Menschen schützt, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Eine solidarische Impfgemeinde schützt also genau die Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen.!

Die krude Theorie, dass ungeimpfte Menschen gesünder sind, Impfungen Allergien, Neurodermitis oder schlimmeres auslösen, ist medizinisch längst widerlegt, kursiert aber noch immer durch die Medien.

Um den Impfstoffbedarf der Bevölkerung zu decken, braucht es selbstverständlich Firmen, die diesen Impfstoff herstellen. Damit Geld zu verdienen, halte ich für völlig legitim.

Masern sind und bleiben eine der gefährlichsten Kinderkrankheiten. Kinder müssen nicht erst erkranken, um gegen die Krankheit immun zu sein. Dafür gibt es die Schutzimpfungen.

Jeder verantwortungsbewusste Erwachsene sollte vom Hausarzt seinen Impfstatus prüfen und Impflücken schließen lassen. Damit der Herdenschutz gewährleistet ist und sich die Schwächsten der Gesellschaft in unserer Mitte sicher fühlen können.

Impfschutz ist auch eine Form der Nächstenliebe.

Stefanie Matz, Arzthelferin

Bückeburg