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Leserbriefe Unverhältnismäßige Konsequenz
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21:43 15.11.2019

Gern darf sich der Stadtdirektor Mike Schmidt „tief erschüttert“ zeigen, wenn Unbekannte ihre „Schmierereien“ verbotenerweise auf der neuen Skateanlage hinterm Hallenbad hinterlassen. Rat, Verwaltung und Jugendausschuss denken aber hoffentlich auch an die Möglichkeit, die Anlage für legale Straßenkunst freizugeben.

So spart man sich eine teure Reinigungsaktion, vermeidet das Risiko von Wiederholungstaten und akzeptiert, dass Graffiti – eingebunden in einen legalen Rahmen – an diesem Ort einfach dazugehört. Dass Schmidt wegen des Vandalismus an der Skateanlage nun sogar eine Erweiterung des Areals infrage stellt, ist wirklich traurig. Weil eine Handvoll Unbekannte gegen ein Gesetz verstoßen hat, will er alle Skatefans bestrafen? Hoffentlich merkt er selbst, dass das ziemlich unverhältnismäßig wäre.

Michaela Sand, Bad Nenndorf