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Leserbriefe Viele Gebäude müssten dicht gemacht werden
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16:28 22.02.2019
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Das haben ja ausreichend kompetentere Bürger gemacht. Was mich überrascht waren die Auflagen zum Feuerschutz. Am Samstag war ich bei der Seniorensitzung des Rintelner Carnevalvereins. Eine tolle Veranstaltung vor vollem Saal.

Zur Wahrnehmung: Acht Feuerwehrleute waren zum Brandschutz aufgeboten, ehrenamtlich und dafür herzlichen Dank. Zusätzlich Brandschutzbeauftragte der Stadt Rinteln. Im Saal wurde nicht geraucht, es standen keine Kerzen auf den Tischen, es gab kein Tischfeuerwerk.

Die drei großen Ausgangstüren, auch als Fluchttüren gekennzeichnet, standen weit offen, waren fixiert und konnten und durften nicht geschlossen werden. Ich bin in vielen Theaterhäusern, Varietés und Konzerthäusern gewesen. Selbst im Opernhaus in Hannover – Ränge über vier Etagen – werden bei Vorstellungsbeginn die Türen geschlossen. Im großen Vorraum des Saales durften keine Getränke mehr gereicht werden, weil die Gäste hier den Fluchtweg versperren würden und alle Dekorationen und Banner im Saal mussten mindestens zweieinhalb Meter hoch angebracht sein, damit kein Idiot sein Feuerzeug daran hält.

Wenn man diese Kriterien in Sachen Brandschutz auf alle städtischen Gebäude anwenden würde, müssten sofort das Rathaus, das Bürgerhaus, der Ratskeller, alle Kindergärten und Schulen, die Hallenbäder, die meisten Dorfgemeinschaftshäuser und auch einige Feuerwehrgerätehäuser, bei denen die Versammlungsräume im ersten Stock liegen, dicht gemacht werden.

Bei allem Respekt für die Verantwortung der Verwaltung: Ich habe das Gefühl, dass der Sachverständige zunächst nachgefragt hat: Was für ein Ergebnis möchten sie denn haben?

Friedrich-Wilhelm Hoppe, Rinteln