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13:58 07.09.2016

Erst 2014 ins Leben gerufen, haben die beiden Mitglieder Thorsten Berger und Waldemar Müller eine ebenso ungewöhnliche, wie effiziente und kongeniale Arbeitsweise entwickelt: Thorsten Berger, der bereits mit seinem Industrial-Noise-Projekt FabrikC internationale Erfolge feiern kann, trifft auf die Visionen des von der IDM-Szene infiltrierten Waldemar Müller, die in dieser Konstellation tiefe, assoziative Klangbilder und akustische Filme entwickeln, die einerseits die treibende Kraft des Rhythm & Noise als Backbone in sich tragen, zugleich Raum lassen für sich ständig verändernde, bildliche Klangexperimente. In dieser Form und in diesem Genre definitiv einzigartig in Hannover!

So entstand 2015 das beeindruckende Debüt-Album „Subtraction Of Light“, dessen vielfältige Tracks den gesamten Facettenreichtum und die vielen, in mehrere Richtungen gangbaren Wege von Waldrick in einem sehr homogenen Gesamtbild aufzeigen. 

Ihrer Wahlheimat Hannover gewidmet ist das aktuelle Werk des Projekts: „Marshland“ vereint individuelle assoziative Bilder zu Hannover zu einer klanglichen Reise durch die Landeshauptstadt Niedersachsens. Entsprechend vielseitig ist das Gesamterlebnis bei diesem Konzeptalbum, auf dem sich treibende Beats mit epischen Flächen und besonderen Melodiebögen abwechseln.

Lässt man sich auf diese 75 Minuten lange Reise ein, eröffnet sich ein Musikerlebnis weit ab des gemeinen Mainstreams! „AWB wasteland“ ist ein erster, dominanter Eindruck der Stadt, wenn man sich von Norden der Stadt nähert. Massiv, einschneidend und kontrastreich in die Landschaft eingefügt. Grund für den Besuch Hannovers ist nicht selten die Messe. Mit der Expo wurde ein Traum der Stadt erfüllt. Auch davon handelt „dreaming social“.

Eine der ersten Geschichten über Hannover ist die des Kindermörders Haarmann. Der morbide Charakter spiegelt sich in „axercise“ wider. Fährt man durch die Stadt, fallen dem Betrachter sofort die kugelförmigen, bunten Skulpturen auf. Die „nana“´s, Objekte der lange in Hannover lebenden Künstlerin Niki de Saint Phalle, sind ein sichtbares Zeichen der Spuren, die dieser Mensch in Hannover hinterlassen hat.

Was der Kiez für Hamburg, ist das Steintor für Hannover: „massive entrance“ steht für die massiven und bunten Sinneseindrücke an diesem lebendigen Platz der Stadt. Treffpunkt der Stadt ist die Kröpcke-Uhr. „clockwise“ macht deutlich, dass Zeit niemals stehen bleibt! Kommt man aber als Fremder in die Stadt, wird man „unter den Schwanz“ bestellt. Dahinter verbirgt das Ernst-August-Denkmal vor dem Bahnhof. „tailgator“ handelt von diesem steten Kommen und Gehen.

Ein weiterer großer Name, dem man in Hannover immer wieder begegnet, ist Gottfried Wilhelm Leibniz, nicht nur Mathematiker sondern auch Philosoph. Das verbindende System beider Lehren, die „characteristica universalis“ ist Inhalt des so benannten Stückes.

Eine dominante Farbe der Stadt ist grün. Viele Gärten, ein riesiger Stadtpark: all das bestimmt die Ansicht Hannovers. Immer wieder ein Ort der Ästhetik und Entspannung sind die Herrenhäuser Gärten. Geschichtsträchtig, aber trotzdem stets aktuell mit vielfältigen Veranstaltungen aller Art. „King´s garden“ bezieht sich auf die Kunst, die Geschichte dieses besonderen Ortes.

Beendet wird die Reise durch das „marshland“ im Umland: Hannover steht grösstenteils auf Marschland, Sumpfgebiet. Wer weiss, was „under the swamp“ bereits für immer verborgen liegt...

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