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Der Norden Pflegekammer unterstützt Forderungen nach besserer Pflege-Finanzierung
Nachrichten Der Norden Pflegekammer unterstützt Forderungen nach besserer Pflege-Finanzierung
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18:32 19.03.2019
Eine Pflegerin geht an einem Auto des Pflegedienstes Diakoniestation Sarstedt vorbei. Quelle: dpa
Hannover

Die Pflegekammer in Niedersachsen unterstützt die Forderungen von Diakonie und AWO nach einer besseren Finanzierung der ambulanten Pflege. Leistungen müssten so finanziert werden, dass es den Betreibern von ambulanten Pflegediensten möglich ist, kostendeckend zu arbeiten und insbesondere Tariflöhne für die Mitarbeitenden zu zahlen, sagte Pflegekammerpräsidentin Sandra Mehmecke am Dienstag in Hannover. Die Berichterstattung zum drohenden Ausstieg von Diakonie und AWO aus der ambulanten Pflege in Niedersachsen gebe großen Anlass zur Sorge.

Die beiden tarifgebundenen Verbände hatten am Montag gedroht, ihre Angebote zur ambulanten Pflege komplett einzustellen. Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Dienstgeberverbandes Niedersachsen(DDN), Rüdiger Becker, betonte, zwei Drittel der diakonischen Dienste schrieben rote Zahlen. Die Vergütungen, die die niedersächsischen Pflegekassen für die Leistungen ambulanter Dienste zahlten, seien „völlig realitätsfern“.

Mehmecke: Rückzug wäre eine Katastrophe

Mehmecke betonte, die ambulante Versorgung stelle die Basis der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung dar. Sie müsse daher zwingend gestärkt werden. Dazu sei bei den Kassen ein Umdenken vonnöten: „Diakonie und AWO sind wichtige Säulen in der ambulanten pflegerischen Versorgung der niedersächsischen Bevölkerung. Ihr Rückzug wäre eine Katastrophe für Tausende, auf pflegefachliche Hilfe angewiesene Familien.“

Lesen Sie auch: Ist häusliche Pflege noch bezahlbar?

Pflegekammer Niedersachsen vertritt knapp 100.000 Pflegekräfte

Die Pflegekammer Niedersachsen ist nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein die dritte und bisher größte Landespflegekammer Deutschlands. Der Kammer gehören obligatorisch etwa 80.000 bis 95.000 Pflegefachkräfte mit Abschlüssen in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Kinderkrankenpflege an. Sie war 2016 im Landtag mit den Stimmen von SPD und Grünen beschlossen worden und hat im vergangenen August die Arbeit aufgenommen.

Die Pflegekammer soll die professionelle Versorgung pflegebedürftiger Menschen sicherstellen sowie die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen berufspolitisch vertreten und somit gesellschaftlich aufwerten. Sie ist etablierten Heilberufekammern wie der Ärztekammer oder der Apothekerkammer gleichgestellt. Rechtlich ist die Pflegekammer eine Körperschaft des öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des niedersächsischen Gesundheitsministeriums.

Von RND/epd

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