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Der Norden Neues Konzept lockt neue Zuschauer auf das Landgestüt
Nachrichten Der Norden Neues Konzept lockt neue Zuschauer auf das Landgestüt
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19:40 18.08.2019
„Mir gefällt das Drumherum“: Die Hengstparaden in Celle hat auch in diesem Jahr wieder Hunderte Besucher angelockt – darunter auch viele, die gar nicht in erste Linie wegen der Pferde da waren. Quelle: Fotos: David Borghoff
Celle

Neugierig betrachtet Kristin Büsch die Pferde in der Reithalle des Landgestüt Celle. Sie ist am Sonnabend eine von vielen Hundert Besuchern des Sommervergnügens rund um die Celler Hengstparaden, die bereits seit 1745 stattfinden. Das neue Konzept in diesem Jahr mit den unterschiedlichsten Ausstellern und erstmalig einer Social-Media-Lounge hat auch Menschen angelockt, die sich nur wenig für Pferde interessieren.

Vernarrt in Pferde

Büsch ist vernarrt in Pferde. Sie besitzt eine Hannoveraner Stute, deren Vater „Edward“ sich gerade in der Reithalle aufwärmt. „Ich beobachte gerne, wie die Hengste vorbereitet und abgeritten werden“, sagt die Hobby-Reiterin. „Das ist häufig spannender als die eigentliche Show.“ Sie ist das erste Mal mit ihrer vierjährigen Tochter bei den Hengstparaden. „Mir gefällt das Drumherum bei der Veranstaltung. Gerade für Familien ist das Konzept gut geeignet. Wenn die Kinder beim Angucken der Parade unruhig werden, kann man sie leicht mit anderen Dingen ablenken.“

  Quelle: David Borghoff

Etwas abseitig hält sich Nadine Karabinski auf. Sie hilft heute ihrem Mann, Gestütsoberwärter Nils Karabinski. Ansonsten hat sie mit Pferden wenig zu tun. Die Show kennt sie genau und ihre Begeisterung hat über die Jahre etwas nachgelassen.

Dennoch kann Karabinski das Erstaunen vor allem der neuen Besucher nachvollziehen. Sie selbst macht sich eher Gedanken um die hohen Preise bei den Ausstellern: „Fünfzig Euro für ein Hundehalsband sind ganz schön heftig.“

  Quelle: David Borghoff

Die Preise sind bei Hundespielzeugherstellerin Julia Jochen nicht ganz so hoch. Der Verkauf ihrer Produkte aus waschbarem Fleece haben der ehemaligen Ingenieurin aus der Arbeitslosigkeit geholfen: „Ich bin ganz froh, dass ich nicht mehr in der Welt herumreisen muss.“ Im Spörckenstall bieten Rajka und Bernd Mösinger handgemachte Schmuckstücke und Dekorationsartikel an. Besonders ihre Armbanduhren aus Holz finden in Zeiten von Smartphones großen Anklang.

  Quelle: David Borghoff

Fabian Hellwege schaut sich zusammen mit seiner kleinen Nichte die Pferde an. Das Mädchen findet die Tiere toll, der junge Mann ist da eher zurückhaltend: „Die Reitkunst der Teilnehmer ist ziemlich beeindruckend, aber ich selbst bin kein Pferdefan.“

Am Ende der Show kommt Besucher Jürgen Siepermann – noch völlig im Bann des Spektakels – von der Tribüne am Grabenseestall herunter. Er hat auch schon in den vergangenen Jahren die Hengstparaden besucht. Der Zuschauer meint: „Ich empfehle die Show immer noch, aber die Ungarische Post war früher spektakulärer.“

Mehr von den Hengstparaden 2019 lesen Sie hier

Von Svenja Gajek

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